Hessen verstärkt Kampf gegen Rechtsextremismus mit Rekordzahl an Präventionsveranstaltungen
Carolina SchleichHessen verstärkt Kampf gegen Rechtsextremismus mit Rekordzahl an Präventionsveranstaltungen
Die Zahl der Veranstaltungen des Kompetenzzentrums gegen Rechtsextremismus (Korex) in Hessen ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Allein 2024 führte die Einrichtung 281 Seminare durch – ein fünffacher Anstieg im Vergleich zu 55 im Jahr 2021. Dieser deutliche Zuwachs folgt auf einen Regierungswechsel Anfang 2024 und spiegelt die wachsenden Bemühungen wider, Rechtsextremismus in Schulen und im öffentlichen Leben entschlossener zu bekämpfen.
Das 2008 gegründete Korex spezialisiert sich auf Schulungen und Beratungsangebote zur Prävention von Rechtsextremismus. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt im Bildungsbereich, wo Lehrerfortbildungen, Elternabende und schulische Unterstützungsangebote im Mittelpunkt stehen. Darüber hinaus arbeitet die Organisation mit Polizei, Feuerwehr, Sportvereinen und anderen öffentlichen Einrichtungen zusammen.
2024 hielt Korex-Leiter Sven Daniel einen Vortrag am Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel. Dabei ging es um rechtsextreme Aktivitäten in sozialen Medien – ein Beispiel für den praxisnahen Ansatz des Zentrums. Unterdessen veranstaltete der hessische Verfassungsschutz im vergangenen Jahr 166 Aufklärungsveranstaltungen in kulturellen und Bildungseinrichtungen.
Insgesamt hat sich die Zahl solcher Initiativen innerhalb von zwei Jahren mehr als verneunfacht. 2024 gab es jedoch einen leichten Rückgang: Statt wie im Vorjahr wurden 259 Veranstaltungen durchgeführt.
Die ausgeweiteten Aktivitäten von Korex fallen in eine Phase, in der Hessen seine Maßnahmen gegen Extremismus verstärkt. Schulen und öffentliche Institutionen erhalten nun gezieltere Unterstützung – von Schulungen bis hin zu Fachberatung. Der Anstieg der Veranstaltungen deutet auf eine breitere gesellschaftliche Offensive gegen rechtsextreme Einflüsse hin.






