Hessens Öffentlicher Dienst streikt für 7 Prozent mehr Lohn und faire Arbeitsbedingungen
Liesbeth KuhlDGB: Rund 1.500 Teilnehmer bei der Aktionsaktion der Beamten - Hessens Öffentlicher Dienst streikt für 7 Prozent mehr Lohn und faire Arbeitsbedingungen
Tausende Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst Hessens sind auf die Straße gegangen, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Gewerkschaften pochen auf eine Lohnerhöhung von sieben Prozent – oder mindestens 300 Euro mehr im Monat – für die rund 58.000 Beschäftigten des Landes. Die Verhandlungen sollen noch in diesem Monat fortgesetzt werden.
Rund 1.000 Mitarbeiter versammelten sich in Frankfurt zu einer Protestkundgebung, während sich weitere 500 an einer Fotoaktion des DGB Nordhessen beteiligten. Ihre Forderungen folgen einem Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel aus dem Jahr 2021, das einige Besoldungsstufen im hessischen Öffentlichen Dienst für verfassungswidrig niedrig erklärte.
Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, forderte die Landesregierung auf, endlich konkrete Schritte bei der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen zu unternehmen. Die Gewerkschaften bestehen zudem darauf, dass jede Lohnvereinbarung für Landesbedienstete zeitgleich und in gleichem Maße für Beamte gelten muss.
Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. März angesetzt, doch beide Seiten liegen in zentralen Punkten noch weit auseinander.
Die Proteste spiegeln die anhaltenden Spannungen um die Besoldung im öffentlichen Sektor Hessens wider. Mit einem gerichtlichen Präzedenzfall im Rücken drängen die Gewerkschaften auf Gehälter, die verfassungskonform sind. Das Ergebnis der anstehenden Gespräche wird zeigen, ob das Land diesen Forderungen nachkommt.






