Hessische Jungforscher überzeugen mit nachhaltigen und inklusiven Innovationen
Liesbeth KuhlHessische Jungforscher überzeugen mit nachhaltigen und inklusiven Innovationen
Zwei junge Forschungsteams aus Hessen sind für ihre innovativen Projekte mit höchsten Auszeichnungen geehrt worden. Die Gruppe "Grün und Langlebig" gewann einen nationalen Nachhaltigkeitspreis, während das Team "Neuropong" bei einem landesweiten Wissenschaftswettbewerb den Sieg davontrug. Beide Erfolge wurden von lokalen Politikern und Bildungsvertretern gefeiert.
Die Projekte zeigen, wie junge Köpfe reale Herausforderungen angehen – von umweltfreundlichen Materialien bis hin zu barrierefreier Gaming-Technologie.
Das "Grün und Langlebig"-Team, bestehend aus den 14-jährigen Duy Nam Schlitz, Leo Reimer und Konstantin Wolf, widmete sich der Verbesserung biobasierter Kunststofffolien. Ihre Arbeit überzeugte das Bundesumweltministerium, das ihnen den Sonderpreis für Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft verlieh. Nun streben die drei Jugendlichen an, ihr Material für den industriellen Einsatz weiterzuentwickeln.
Unterdessen entwickelten Klara von Hauff (12) und Liam Lang (14) "Neuropong", eine Version des Klassikers Pong, die allein durch Gehirnströme gesteuert wird. Ihr System misst Konzentration, Anspannung und Entspannung, um die Schläger zu bewegen – und macht das Spiel so für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Das Projekt belegte den ersten Platz in der Kategorie Arbeitswelt beim hessischen "Jugend forscht"-Juniorwettbewerb in Kassel.
Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, selbst Mathematiker, testete "Neuropong" persönlich, indem er den Programmcode prüfte und eine Demonstrationsrunde spielte. Bei einer öffentlichen Feier lobte er später beide Teams für ihren Einsatz und ihre Kreativität. Die Kathinka-Platzhoff-Stiftung, die die Projekte unterstützte, bietet kostenlose Workshops und Kurse für Nachwuchsforscher an – ohne Vorkenntnisse. Ihre Programme fördern experimentelles und praxisnahes Lernen in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.
Die beiden Teams werden ihre Projekte mit Unterstützung lokaler Einrichtungen weiterentwickeln. "Grün und Langlebig" arbeitet darauf hin, ihre Bio-Kunststofffolien marktreif zu machen, während "Neuropong" den Zugang zu Gaming für Menschen mit Behinderungen erweitern könnte. Dank der offenen Türpolitik der Stiftung können weitere junge Innovatoren in ihre Fußstapfen treten.






