29 April 2026, 04:34

Hessische Polizei schlägt gegen illegales Tuning und Raserei zu

Rotes Auto mit 'Rettungsgasse'-Text auf einer Straße umgeben von anderen Fahrzeugen.

Hessische Polizei schlägt gegen illegales Tuning und Raserei zu

Polizei in Hessen geht gegen gefährliches Fahren und illegale Fahrzeugumbauten vor

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In einer Reihe gezielter Kontrollen hat die hessische Polizei gegen rücksichtsloses Fahren und unerlaubte Tuning-Maßnahmen durchgegriffen. Die Spezialeinheit "TRuP" (zuständig für Tuner, Rennfahrer und Driftfahrten) führte in Hanau, Ronneburg und Offenbach Überprüfungen durch – ausgelöst durch zahlreiche Bürgerbeschwerden über Verkehrsverstöße und Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr.

Mehrere Autofahrer müssen nun mit hohen Geldstrafen, Fahrzeugstilllegungen und Fahrverboten rechnen. Die Vorwürfe reichen von extremer Raserei über das Missachten roter Ampeln bis hin zu Drogenkonsum am Steuer.

In Offenbach wurde ein Opel Astra OPC beschlagnahmt, nachdem Beamte illegale Umbauten und einen unzulässig lauten Auspuff feststellten. Der Halter muss nun ein Bußgeld von 90 Euro zahlen – zuzüglich weiterer Bearbeitungskosten. Die Polizei geht von vorsätzlichen Verstößen aus.

Auf der Bundesstraße 448 erwischte die Polizei einen Fahrer eines BMW M4 Competition, der mit 205 km/h (statt der erlaubten Geschwindigkeit) unterwegs war. Er erhielt eine Mindeststrafe von 600 Euro sowie ein zweimonatiges Fahrverbot.

In Hanau fuhr ein VW-Polo-Fahrer bei Rot über eine Ampel – weniger als eine Sekunde nach dem Umschalten. Die Folge: 90 Euro Strafe. Ein nachfolgender Audi-A6-Fahrer, der die rote Ampel ebenfalls ignorierte, wurde mit 200 Euro belangt und erhielt zusätzlich ein einmonatiges Fahrverbot.

Ebenfalls in Hanau wurde ein Ford-Focus-Fahrer beim kreisenden Rasen ohne gültigen Führerschein gestoppt. Ein Drogentest bestätigte, dass er unter Cannabis-Einfluss stand. Zudem flogen offene Haftbefehle in Höhe von über 2.100 Euro auf. Nun ermittelt die Polizei auch gegen den Fahrzeugbesitzer, der dem Unbefugten das Auto überlassen hatte.

In Ronneburg wurde ein VW Käfer wegen übermäßigen Lärms und technischer Mängel stillgelegt. Der Fahrer war bereits mindestens einmal mit 100 Euro Strafe wegen Lärmbelästigung auffällig geworden.

Sechs Personen erhielten zudem ein Betretungsverbot für das Gebiet Kinzigbogen in Hanau – unter anderem wegen wiederholter Verkehrsverstöße und öffentlichem Urinierens.

Die Aktionen führten zu zahlreichen Sanktionen, darunter Geldstrafen, Fahrverbote und Fahrzeugbeschlagnahmungen. Die Behörden kündigten an, die Kontrollen fortzusetzen, um gefährliches Fahrverhalten und illegale Umbauten konsequent zu bekämpfen. Hintergrund sind anhaltende Klagen aus der Bevölkerung über rücksichtslose Verkehrsteilnehmer auf lokalen Straßen.

Quelle