Historisches Hotel Lou Calen in Cotignac feiert Comeback nach 22 Jahren
Carolina SchleichHistorisches Hotel Lou Calen in Cotignac feiert Comeback nach 22 Jahren
Ein historisches Hotel in Cotignac, Frankreich, hat nach über zwei Jahrzehnten des Leerstands wieder seine Türen geöffnet. Die Geschichte von Lou Calen begann 1944, als ein junges Mädchen von einem amerikanischen Soldaten einen Ring geschenkt bekam – ein Geschenk, das ihr Leben prägen sollte. Heute zieht das liebevoll restaurierte Anwesen Besucher aus aller Welt an.
Im Jahr 1944 überreichte ein freundlicher US-Soldat der damals zehnjährigen Huguette Caren in Cotignac statt der üblichen Süßigkeiten oder Schokolade einen Ring – etwas Bleibendes. Jahre später kehrte Caren in das Dorf zurück und erwarb ein Haus neben einem Kloster der Nonnen.
1972 verwandelte sie das Anwesen in ein Hotel und Restaurant namens Lou Calen, das schnell zum Treffpunkt für Künstler und Reisende wurde. Zu den Gästen zählten Persönlichkeiten wie David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd. Caren eröffnete zudem ein zweites Restaurant in Palm Springs, wo sie den Soldaten wiedertraf, der ihr einst den Ring geschenkt hatte.
Nach der Schließung des Hotels 1999 stand das Gebäude über 20 Jahre lang leer. Doch 2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das Anwesen und restaurierte es aufwendig. Er fügte ein Kunstzentrum, eine Bar, ein Restaurant sowie neue Gästezimmer hinzu und verlieh Lou Calen so einen frischen Auftritt.
Heute ist das Hotel eng mit Huguette Caren verbunden, die ein Kochbuch mit provenzalischen Rezepten und persönlichen Erinnerungen veröffentlicht hat. Das Haus zieht inzwischen ein internationales Publikum an – mit den meisten Gästen aus den USA.
Aus einer Kriegszeit-Erinnerung wurde ein blühendes Reiseziel. Die Wiedereröffnung von Lou Calen hat Cotignac neues Leben eingehaucht und verbindet Geschichte mit moderner Gastfreundschaft. Sein internationaler Ruf wächst weiter – und festigt seinen Platz als kulturelle Sehenswürdigkeit.






