17 June 2026, 16:26

Italo drängt 2028 mit Hochgeschwindigkeitszügen auf den deutschen Markt – und die Bahn schlägt Alarm

Gewerkschaft: Italo-Züge könnten Städte vom Fernverkehr abkoppeln

Italo drängt 2028 mit Hochgeschwindigkeitszügen auf den deutschen Markt – und die Bahn schlägt Alarm

Ab 2028 wird Italo, ein Tochterunternehmen der EVN, Fernverkehrszüge in Deutschland einführen. Der italienische Betreiber plant Strecken zwischen München, Frankfurt, Köln, Dortmund, Berlin und Hamburg. Branchenvertreter und Politiker äußern jedoch Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die bestehenden Verbindungen.

Die Deutsche Bahn warnt, dass der Markteintritt von Italo ihr Streckennetz stören könnte. Michael Peterson, Leiter des Fernverkehrs, erklärte, dass bis zu 120 Bahnhöfe betroffen sein könnten. Mindestens 16 Städte drohten dadurch den Anschluss an ICE- und IC-Verbindungen zu verlieren.

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Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, forderte Politiker auf, klarere Wettbewerbsregeln zu schaffen. Martin Burkert, Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), warnte davor, dass Italo sich auf die lukrativsten Strecken konzentrieren und damit den Regionalverkehr schwächen könnte. Auch Christian Bernreiter, Bayerns Verkehrsminister, äußerte Sorgen über den Wettbewerb um die begrenzten Kapazitäten im Schienennetz.

Die Expansion von Italo könnte den deutschen Fernverkehrsmarkt grundlegend verändern. Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaften befürchten Kürzungen im Angebot und eine verschlechterte Anbindung kleinerer Städte. Im Mittelpunkt der Debatte steht nun die Frage, wie ein fairer Wettbewerb gestaltet werden kann, ohne die bestehenden Netze zu gefährden.

Quelle