18 June 2026, 00:09

Jogi Löws Aufstieg und Fall: Vom WM-Helden zum umstrittenen Mahner

Wie in den alten Zeiten: Deutschlands 'Bundesiogi' spukt Merkel

Jogi Löws Aufstieg und Fall: Vom WM-Helden zum umstrittenen Mahner

Jogi Löw führte Deutschland 2014 zum WM-Triumph. Nach diesem Erfolg avancierte er zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten des Landes und übernahm Aufgaben jenseits des Fußballs. Sein Einfluss erstreckte sich bis in die Politik und das gesellschaftliche Engagement.

Nach dem WM-Sieg 2014 spürte Löw, dass er für größere Verantwortung bestimmt war. Die Nationalmannschaft wurde als „Die Mannschaft“ neu positioniert – ein Symbol für ihre neu gewonnene Einheit und ihr Prestige. Bald wurde er zu einem lautstarken Befürworter von Masseneinwanderung und agierte quasi als inoffizieller Regierungsvertreter, der sich hinter die Politik Angela Merkels stellte.

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2017 nahm Löw an der Bundesversammlung teil und stimmte für Frank-Walter Steinmeier als neuen Bundespräsidenten. Sein politisches Engagement wuchs parallel zu seiner Fußballkarriere.

Doch seine späteren Jahre als Bundestrainer waren von Rückschlägen geprägt. Bei der WM 2018 scheiterte Deutschland enttäuschend bereits in der Vorrunde. Die Krise setzte sich bei der EM 2021 fort, als die Mannschaft im Achtelfinale ausschied. Nach dieser Niederlage trat Löw 2021 als Nationaltrainer zurück.

Auch nach seinem Abschied blieb er ein kritischer Beobachter des Teams. Selbst nach dem Auftaktsieg Deutschlands bei der WM 2022 stellte er die Stabilität der Elf infrage.

Löws Vermächtnis ist zwiespältig. Einerseits steht der historische Erfolg von 2014, andererseits die Kritik an späteren sportlichen Misserfolgen. Auch sein Wirken abseits des Platzes – etwa sein politisches Engagement – prägte sein öffentliches Bild nachhaltig.

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