Jusos Wiesbaden wählen neue Doppelspitze und fordern sozialpolitischen Kurswechsel
Malte KrauseJusos Wiesbaden wählen neue Doppelspitze und fordern sozialpolitischen Kurswechsel
Die Jusos Wiesbaden haben eine neue Führung gewählt und damit eine klare Richtung für die politische Zukunft der Stadt vorgegeben. Anou Kaiser und Adrian Kämpfer wurden auf der diesjährigen Mitgliederversammlung zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt – ein Generationswechsel an der Spitze der Organisation. Die Gruppe setzt sich nun für eine stärkere Sozialpolitik und eine selbstbewusstere Rolle in möglichen Koalitionsverhandlungen ein.
Die Versammlung stand im Zeichen des Führungswechsels: Kaiser und Kämpfer übernehmen gemeinsam den Vorsitz, unterstützt von Amina Salihagic, die das neue Führungsteam vervollständigt. Die Jusos betonten, ihre Aufgabe sei es, als korrektive Kraft zu wirken, Druck auszuüben und die Debatten in der Kommunalpolitik zu verschärfen.
Die Gruppe argumentierte, dass die aktuelle Mehrheitskoalition von den Wählerinnen und Wählern nicht abgelehnt worden sei. Stattdessen halte man eine Alternative zur Großen Koalition für sowohl möglich als auch notwendig. An die SPD-Spitze gerichtet, forderten die Jusos, Verhandlungen mit „maximaler Entschlossenheit“ zu führen und keine Partei von vornherein als gegeben hinzunehmen.
Inhaltlich warnten die Jusos vor Kürzungen im Sozialbereich, die sie als Angriff auf die Grundfesten der Stadt brandmarkten. Politik dürfe nicht auf eine bloße Rechenübung reduziert werden, sondern müsse aus Überzeugung gestaltet werden, hieß es. Ihre Vision für Wiesbaden umfasst mehr Investitionen in soziale Sicherheit und Zusammenhalt – statt nur die bestehenden Systeme zu verwalten.
Die neue Führung hat ihre Prioritäten deutlich gemacht: eine stärkere Sozialpolitik und einen ambitionierteren Ansatz in Koalitionsgesprächen. Ziel ist es, die Verhandlungen zu beeinflussen und den Schutz sozialer Leistungen zu sichern. Mit dieser Haltung bereiten die Jusos den Weg für eine aktivere Mitgestaltung der politischen Agenda Wiesbadens.






