K+S setzt auf Windkraft: Direktstrom für klimaneutrale Düngemittelproduktion
Malte KrauseK+S setzt auf Windkraft: Direktstrom für klimaneutrale Düngemittelproduktion
K+S macht großen Schritt zur Versorgung des Werra-Verbundstandorts mit erneuerbarer Energie
Ab August werden zwei Windkraftanlagen das Werk direkt mit Strom versorgen – ganz ohne Umweg über das öffentliche Netz. Damit geht erstmals in der Region ein Kalibergwerk dazu über, vor Ort erzeugte erneuerbare Energie für die Produktion zu nutzen.
Die beiden Anlagen gehören zur Hamburger MPC Capital und stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Zusammen verfügen sie über eine Leistung von 11,4 Megawatt. Bei Volllast decken sie etwa zehn Prozent des aktuellen Strombedarfs des Werks und tragen rund drei Prozent zum jährlichen Energieverbrauch bei.
K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag, um die Windkraftanlagen mit dem Werra-Verbundstandort zu verbinden. Die technischen Arbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Dank einer Direktbelieferungsvereinbarung mit MPC Capital fließt der vor Ort erzeugte Windstrom direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen Erzeugnissen.
Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S, betonte, dass die direkte Anbindung zum Ziel des Unternehmens passe, bis 2045 klimaneutral zu werden. Zudem ermögliche die Lösung eine langfristige Planung der Energiekosten und spare Netzentgelte. Gleichzeitig lässt sich die Stromerzeugung flexibel an den Bedarf des Werks anpassen, was die Belastung des lokalen Netzes im Werra-Tal verringert.
Das neue System versorgt den Standort mit einer stabilen, erneuerbaren Energiequelle, reduziert die Abhängigkeit vom öffentlichen Netz und unterstützt die langfristigen Nachhaltigkeitsziele von K+S. Das Projekt zeigt, wie Industrieanlagen grüne Energie direkt in ihre Prozesse integrieren können.
