Kai Wegner fehlt bei Debatten – wer vertritt Berlins Bürgermeisterkandidaten?
Gustav JacobKai Wegner fehlt bei Debatten – wer vertritt Berlins Bürgermeisterkandidaten?
Kai Wegner, der Berliner Kandidat für das Bürgermeisteramt, steht wegen seiner wiederholten Abwesenheit bei wichtigen öffentlichen Debatten in der Kritik. Mehrere hochkarätige Diskussionen fanden bereits ohne seine direkte Teilnahme statt. Stattdessen wurden seine Vertreter in seinem Namen entsandt.
Wegner bestätigte zwar seine Teilnahme an einer Podiumsdiskussion zur Zukunft der Kleingärten, die vom Landesverband der Gartenfreunde veranstaltet wurde. Bei anderen Veranstaltungen ließ er sich jedoch vertreten. Justizsenator Felor Badenberg sprang für ihn bei einer Debatte zur Prävention von Antisemitismus ein. Finanz- und Kultursenator Stefan Evers vertrat ihn bei einer Diskussion über die künstlerische und kulturelle Zukunft Berlins.
Bei einer bildungspolitischen Debatte übernahm Katharina Günther-Wünsch seinen Platz. Sie diskutierte gemeinsam mit Steffen Krach (SPD), Elif Eralp (Die Linke) und Werner Graf (Grüne). Der Moderator bemerkte, dass Krach, Eralp und Graf die Bühne bereits so oft gemeinsam betreten hätten, dass es fast schon zur Routine geworden sei.
Unterdessen lehnte Wegner die Teilnahme an einer abschließenden Debatte über die sich wandelnde Arbeitswelt, künstliche Intelligenz und Digitalisierung ab. Die Spitzenkandidaten von SPD, Linken und Grünen nahmen ohne ihn teil.
Wegners häufige Abwesenheit hat sowohl bei Mitbewerbern als auch bei Beobachtern Aufmerksamkeit erregt. Seine Vertreter haben bereits in mehreren fachpolitischen Diskussionen für ihn eingesprungen. Dieses Muster ist zu einem prägenden Merkmal des Wahlkampfs geworden.






