Katholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Privatisierung
Carolina SchleichKatholische Unternehmer fordern radikale Bahn-Reform durch Privatisierung
Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) fordert tiefgreifende Reformen im deutschen Schienenverkehr. Die Organisation setzt sich für eine langfristige Privatisierung der Deutschen Bahn ein, um deren Leistung und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die staatliche Steuerung habe versagt und keine zuverlässige Infrastruktur geschaffen, so die Kritik.
Martin Nebeling, Bundesvorsitzender des BKU, übt scharfe Kritik an der Rolle der Regierung als Betreiberin der Deutschen Bahn. Der Staat habe sich als ineffizient in der Verwaltung des Schienennetzes erwiesen, erklärte er. Zudem verwies die Organisation auf anhaltende Probleme wie die explodierenden Kosten bei Stuttgart 21 und den Zusammenbruch des Zugfunksystems.
Thomas Tietz, Leiter der BKU-Arbeitsgruppe Energie und Nachhaltigkeit, betonte die Notwendigkeit leistungsfähiger Schienenverkehrsdienste. Der BKU benannte mangelhafte Planung, technische Schwächen und eine schwache Unternehmensführung als zentrale Missstände. Als positive Beispiele für erfolgreiche ehemalige Staatsbetriebe nannte die Organisation die Deutsche Telekom, die DHL Group und die Lufthansa – Unternehmen, die sich nach ihrer Privatisierung deutlich verbessert hätten.
Der BKU pocht auf strukturelle Reformen, um die Deutsche Bahn grundlegend zu modernisieren. Eine Privatisierung nach dem Vorbild anderer ehemaliger Staatsunternehmen sei unverzichtbar, um ein effizienteres und wettbewerbsfähigeres Schienensystem zu schaffen.
