"Kein Platz für Rassismus": Dietzenbachs Bank mit symbolischer Lücke setzt Zeichen
Liesbeth Kuhl"Kein Platz für Rassismus": Dietzenbachs Bank mit symbolischer Lücke setzt Zeichen
"Kein Platz für Rassismus": Eine auffällige neue Bank am Europaplatz in Dietzenbach
Am Europaplatz in Dietzenbach ist eine markante neue Bank aufgestellt worden, die mit dem Slogan "Kein Platz für Rassismus" aufwartet. Durch eine bewusst eingearbeitete Lücke im Design setzt sie ein sichtbares Zeichen dafür, dass Rassismus in der Gemeinschaft keinen Raum haben darf. Das Projekt ist Teil einer größeren Initiative zur Förderung von Vielfalt und Inklusion in ganz Deutschland.
Die Idee stammt von Helga Giardino, der ehemaligen Vorsitzenden des Ausländerbeirats Dietzenbach. Unterstützung erhielt sie von der Partnerschaft für Demokratie, einer Förderinitiative für lokale Projekte zu Zivilgesellschaft, Demokratie und Diversität. Die Finanzierung erfolgte über das Bundesprogramm "Demokratie leben!".
Zunächst werden drei dieser Bänke an zentralen Orten in Dietzenbach aufgestellt, zwei weitere sind für später geplant. Gefertigt wurden sie von DeinWerk gGmbH, einer Tischlerei, die Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Behinderungen beschäftigt. Die bewusste Lücke im Design unterstreicht die Botschaft: Rassismus sollte im öffentlichen Raum keinen Platz haben.
Auch über Dietzenbach hinaus setzt sich das Konzept durch: Brandenburg kündigte an, 156 ähnliche "Bänke gegen Rassismus" auf Marktplätzen, Schulhöfen und in öffentlichen Gebäuden aufzustellen. Ebenfalls beteiligt waren Hamburg-Harburg und Frankfurt mit eigenen Antirassismus-Aktionen während der Internationalen Wochen gegen Rassismus im März 2026. Zwar variieren die genauen Zahlen, doch die Idee verbreitet sich in immer mehr deutschen Städten und Gemeinden.
Wer ähnliche Projekte unterstützen oder initiieren möchte, kann sich an das lokale Team wenden. Unter [email protected] oder [email protected] gibt es Beratung zur Umsetzung.
Die Bänke sollen Gespräche anregen und das Bekenntnis der Gemeinschaft zu Toleranz stärken. Mit bundesweiter Förderung und handwerklicher Arbeit vor Ort verbindet das Projekt praktisches Handeln mit einer klaren symbolischen Aussage. Weitere Installationen sind geplant, sobald die Initiative wächst.






