29 June 2026, 12:17

Knauf plant umstrittenen Gipsabbau bei Würzburg – Trinkwasser in Gefahr?

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk überwunden

Knauf plant umstrittenen Gipsabbau bei Würzburg – Trinkwasser in Gefahr?

Knauf plant großes Gipsabbauprojekt bei Würzburg

Der Baustoffkonzern Knauf hat ein umfangreiches Gipsabbauvorhaben in der Nähe von Würzburg vorgeschlagen. Das Projekt sieht vor, über einen Zeitraum von 50 Jahren jährlich eine Million Tonnen Gips zu fördern. Eine behördliche Prüfung kommt zu dem Schluss, dass der Abbau bei Einhaltung strenger Auflagen keine unkontrollierbaren Risiken berge.

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Die Regierung von Unterfranken hat das Vorhaben einer gründlichen Prüfung unterzogen. Dabei wurden 79 Behörden angehört und im Rahmen des Raumordnungsverfahrens über 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung ausgewertet. Das Gutachten gelangt zu dem Ergebnis, dass mögliche Risiken durch geeignete Schutzmaßnahmen beherrschbar seien.

Knauf begrüßte die behördliche Einschätzung als weitere fachliche Bestätigung für das Projekt. Die Grünen kritisierten die Bewertung hingegen scharf und warfen ihr vor, die Gefahren für die lokale Trinkwasserversorgung zu verharmlosen. Die Region ist von zentraler Bedeutung für die Wasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden.

Eine Online-Petition gegen die Abbaupläne hat bereits mehr als 5.600 Unterschriften gesammelt. Trotz aller Zusagen bleibe ein Restrisiko bestehen, heißt es. Sollten die Grundwasserstände sinken, müsste der Abbau umgehend eingestellt werden. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung liegt beim Bergamt Nordbayern, das bis Ende des Jahres eine Stellungnahme abgeben soll.

Die Umsetzung des Projekts steht unter dem Vorbehalt, dass strenge Auflagen zum Grundwasserschutz eingehalten werden. Bei einer Genehmigung könnte Knauf die Förderung unter strenger Aufsicht aufnehmen. Die Entscheidung der Behörde wird zeigen, ob das Vorhaben wie geplant voranschreitet oder mit weiteren Verzögerungen rechnen muss.

Quelle