Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenkonsumräume für Mikrohandel mit harten Substanzen
Carolina SchleichKöln und Düsseldorf fordern legale Drogenkonsumräume für Mikrohandel mit harten Substanzen
Politiker in Köln und Düsseldorf setzen sich für die Legalisierung des Mikrohandels mit harten Drogen in dafür vorgesehenen Räumen ein. Stephan Keller (CDU) und Torsten Burmester (SPD) wollen den Kauf und Verkauf kleiner Mengen unter medizinischer Aufsicht erlauben. Sie argumentieren, dass dies den Druck auf öffentliche Plätze verringern und die Kriminalität eindämmen könnte.
Der Kölner Neumarkt hat sich zu einem Brennpunkt der Drogensucht entwickelt. Anwohner und Händler berichten, sie fühlten sich von aggressivem Betteln, Diebstählen und öffentlichem Drogenkonsum überfordert. Torsten Burmester bezeichnete die Situation als emotional belastend für die Gemeinschaft.
Crack hat Heroin inzwischen als die am weitesten verbreitete illegale Droge in Städten wie Köln und Dortmund abgelöst. Der Anstieg der Abhängigkeiten hat die sichtbaren Probleme im öffentlichen Raum verschärft.
Keller und Burmester haben den nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) gebeten, die Rechtmäßigkeit des Mikrohandels in Drogenkonsumräumen zu prüfen. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, dem Personal klare, rechtlich abgesicherte Leitlinien für die Betreuung dieser Einrichtungen an die Hand zu geben. Keller ist überzeugt, dass dieser Ansatz die Kriminalität senken und öffentliche Störungen begrenzen könnte.
Der Plan sieht vor, dass schwerstabhängige Nutzer kleine Mengen harter Drogen in kontrollierten Umgebungen erwerben und tauschen dürfen. Die Politiker hoffen, dass dies die Sicherheit und Lebensbedingungen sowohl für die Abhängigen als auch für die allgemeine Bevölkerung verbessert. Eine rechtliche Bewertung durch das Justizministerium des Landes steht noch aus.






