Langen 2023: Weniger Geburten, mehr Todesfälle und ein wachsender Alterungstrend
Liesbeth KuhlLangen 2023: Weniger Geburten, mehr Todesfälle und ein wachsender Alterungstrend
Langen verzeichnete 2023 bemerkenswerte demografische Veränderungen: Die Geburtenrate sank, während die Sterbefälle über das Niveau vor der Pandemie stiegen. Gleichzeitig blieb die Zahl der Eheschließungen stabil, und das Interesse an Einbürgerungen nahm vor anstehenden Gesetzesänderungen zu. Diese Entwicklungen unterstreichen die Alterung der Bevölkerung und den Wandel der städtischen Gemeinschaft.
Im vergangenen Jahr wurden in Langen 754 Kinder geboren – ein Rückgang gegenüber 915 im Vorjahr und der niedrigste Stand seit 2012, als 748 Babys zur Welt kamen. Von den Neugeborenen 2023 hatten 591 verheiratete Mütter, 163 wurden von unverheirateten Elternpaaren geboren. Die beliebtesten Vornamen waren Lina bei den Mädchen und Noah bei den Jungen.
Die Zahl der Todesfälle stieg 2023 auf 920 und lag damit deutlich über dem Stand vor der Pandemie. Gleichzeitig heirateten 154 Paare – ein Wert, der dem Niveau vor der Corona-Krise entspricht. Erstmals konnte die Neue Stadthalle mit dem Museum Glas/Werke als offizieller Trauungsort genutzt werden.
Das Standesamt Langen bearbeitete 2023 insgesamt 300 Einbürgerungsanträge und erteilte 137 Staatsbürgerschaftsurkunden. Aufgrund bevorstehender Reformen des Staatsangehörigkeitsrechts rechnen die Behörden mit einem weiteren Anstieg. Der Alterungstrend der Stadt setzt sich fort: Der Anteil der über 65-Jährigen wird voraussichtlich von 18 Prozent im Jahr 2012 auf 25 Prozent bis 2025 steigen. Dieser Anstieg fällt etwas stärker aus als in den Nachbarstädten Darmstadt (23 Prozent) und Offenbach (24 Prozent), was unter anderem auf die geringere Zuwanderung junger Familien zurückzuführen ist.
Die Daten bestätigen den demografischen Wandel in Langen: weniger Geburten, mehr Todesfälle und eine wachsende ältere Bevölkerung. Auch die Zahl der Einbürgerungen steigt – ein Zeichen für gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Die Zahlen zeichnen ein klares Bild der sich verändernden Stadtstruktur und der künftigen Herausforderungen.






