Langen erhöht Spielautomatensteuer auf Rekordniveau ab Juli 2024
Ab dem 1. Juli 2024 soll in Langen die Steuer auf Spielautomaten auf 22 Prozent steigen. Die Stadtverwaltung hat die Erhöhung vorgeschlagen, die nun im Finanzausschuss beraten wird. Sollte der Beschluss durchgehen, soll die Maßnahme nicht nur die Spielsucht eindämmen, sondern auch zusätzliche Mittel für lokale Dienstleistungen generieren.
Die Besteuerung von Spielautomaten in Langen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2015 lag sie noch bei 15 Prozent, bis 2019 stieg sie auf 20 Prozent an. Mit dem aktuellen Vorschlag würde sie um weitere 2 Prozentpunkte auf den höchsten Stand bislang erhöht.
Auch die Einnahmen aus diesen Automaten sind deutlich gewachsen. Zwischen 2019 und 2022 verdoppelte sich der Bruttospielertrag aus Gaststättenautomaten nahezu – von etwa 731.000 Euro auf 1,35 Millionen Euro. Spielhallen verzeichneten einen ähnlichen Trend: Hier stiegen die Erträge bis 2022 auf fast 1,2 Millionen Euro und erreichten damit fast wieder das Niveau vor der Pandemie.
Die Zahl der Spielautomaten in Langen nahm zwischen 2015 und 2019 um 25 Prozent zu. Seitdem bleibt die Gesamtzahl mit 76 Geräten stabil. Dennoch rechnet die Stadt damit, dass die Steuererhöhung bei unverändertem Spielverhalten im Jahr 2024 zusätzliche 25.000 Euro einbringen wird.
Der Finanzausschuss wird den Vorschlag am 15. Februar 2024 beraten. Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat, der am 29. Februar über die Vorlage abstimmen wird. Falls der Beschluss angenommen wird, könnten die jährlichen Steuereinnahmen aus Spielautomaten bis 2025 von derzeit 400.000 Euro auf etwa 450.000 Euro steigen.
Primäres Ziel der Steuererhöhung ist es jedoch, der Spielsucht entgegenzuwirken und nicht in erster Linie die Stadtkasse aufzubessern. Sollte der Vorschlag durchkommen, tritt der neue Steuersatz am 1. Juli 2024 in Kraft. Die Stadt wird dann in den folgenden Monaten die Auswirkungen auf die Einnahmen und das Spielverhalten beobachten.






