Lufthansa und Airbus revolutionieren Pilotenausbildung mit VR-Technologie
Liesbeth KuhlLufthansa und Airbus revolutionieren Pilotenausbildung mit VR-Technologie
Lufthansa Group und Airbus stellen neues digitales Schulungstool für Piloten vor
Auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung in Jena haben die Lufthansa Group und Airbus ein innovatives digitales Trainingssystem für Piloten präsentiert. Das System nutzt ein VR-Headset und einen Laptop, um eine realistische 3D-Cockpit-Umgebung zu schaffen. Ziel ist es, die Pilotenausbildung effizienter und individueller zu gestalten.
Der Virtual Procedure Trainer ermöglicht es Piloten, in einer immersiven 3D-Ansicht eines Flugzeugcockpits Standardabläufe wiederholt zu üben. Dadurch verringert sich der Bedarf an physischen Simulatoren, was Kosten spart. Die Software simuliert derzeit die A320-Familie, soll aber künftig auch Langstreckenmodelle wie die A330 und A350 umfassen.
Die ersten beiden VR-Systeme wurden bereits in Frankfurt und Wien für eine Testphase installiert. Dabei wird geprüft, wie gut die Nutzer das Tool annehmen und wie sich das System in die bestehenden Ausbildungsprogramme der Lufthansa Group integrieren lässt. Die realistische Simulation hilft Piloten, sich auf spätere Ausbildungsphasen vorzubereiten – angepasst an ihr individuelles Lerntempo.
Die Lufthansa Aviation Training, die Airlines der Lufthansa Group und Airbus arbeiten gemeinsam daran, die Software weiter zu optimieren. Langfristig soll sie in die Musterberechtigungsschulung für alle unterstützten Flugzeugtypen einfließen. Die Flexibilität und Nachhaltigkeit des Tools könnte die Pilotenausbildung zukünftig grundlegend verändern.
Das neue VR-basierte Schulungssystem bietet einen nachhaltigeren und individuelleren Ansatz für die Pilotenausbildung. Bei Erfolg könnte es zum festen Bestandteil des Schulungssystems der Lufthansa Group werden. Als nächste Schritte stehen die Erweiterung der Software auf weitere Flugzeugmuster sowie die Verbesserung der Integration in bestehende Programme an.






