Mainzer protestieren für Hundeparks – doch die Stadt zögert mit Lösungen
Liesbeth KuhlMainzer protestieren für Hundeparks – doch die Stadt zögert mit Lösungen
Martin-Luther-King-Park in Mainz als wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer
Der Martin-Luther-King-Park in Mainz dient als zentrale Route für Fußgänger und Radfahrer, die zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Innenstadt unterwegs sind. Die Grünanlage ist zudem ein beliebter Treffpunkt für Hundehalter, von denen einige ihre Tiere trotz bestehender Leinenpflicht frei laufen lassen.
Aktuell bietet der Park Bänke, einen Tischtennistisch, eine Boule-Bahn, einen Fußballplatz und einen Basketballkorb. Im Mai 2024 beschloss der Stadtrat zwar Umgestaltungspläne für das umliegende Gebiet, ein eigens ausgewiesener Hundepark war darin jedoch nicht vorgesehen. Stattdessen lag der Fokus auf der Attraktivitätssteigerung für alle Besucher.
Die Frustration über fehlende Hundeeinrichtungen führte im Juli 2025 zu einer Protestaktion, bei der Anwohner mit ihren Tieren für bessere Infrastruktur demonstrierten. Die Kundgebung veranlasste den Stadtrat, die Verwaltung bis September 2025 mit der Prüfung möglicher Standorte für Hundeparks zu beauftragen. Stadtrat Steinkrüger betonte jedoch, dass eine Umwidmung bestehender Grünflächen aufgrund begrenzter Mittel unwahrscheinlich bleibe.
Mainz erhebt bereits eine Hundesteuer – 2022 waren es 186 Euro für den ersten Hund –, doch die Stadt gibt keine Auskunft darüber, wofür diese Gelder verwendet werden oder ob sie in hundefreundliche Angebote fließen.
Der Protest hat die Stadt zwar dazu gebracht, Optionen für Hundeparks zu prüfen, konkrete Änderungen stehen jedoch vorerst nicht an. Bis auf Weiteres gilt im Martin-Luther-King-Park die bestehende Regelung mit Leinenpflicht. Die Bewertung des Stadtrats im Jahr 2025 wird zeigen, ob künftig neue Flächen für Hunde entstehen.






