05 June 2026, 16:27

Matthias Hundt widerruft Rücktritt und kämpft gegen Korruptionsvorwürfe

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt widerruft Rücktritt und kämpft gegen Korruptionsvorwürfe

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, zieht seinen Rücktritt zurück – und stellt sich damit gegen die anhaltende Kritik an seinen früheren Geschäftspraktiken. Hundt kündigte an, sich gegen die von ihm als unbegründet bezeichneten Vorwürfe in den Medien zur Wehr zu setzen.

Ursprünglich hatte Hundt seinen Rücktritt unter dem wachsenden Druck eingereicht. Nun widerruft er diese Entscheidung – verärgert über Medienberichte, die ihn mit finanziellen Unregelmäßigkeiten in Verbindung bringen. Er bestreitet jede Schuld und betont, dass den Anschuldigungen jede Beweislage fehle.

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt derzeit gegen Hundt im Zusammenhang mit der Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Das Unternehmen meldete am 25. November 2025 Insolvenz an. Zudem prüfen die Behörden, ob die Firma fällige Beiträge zur Deutschen Rentenversicherung nicht abgeführt hat.

Bis Herbst 2024 war Hundt externer Geschäftsführer der Humboldt Capture Germany GmbH, besaß jedoch nie Anteile am Unternehmen. Dennoch treibt der Berliner Senat die Pläne für seine Entlassung voran – eine endgültige Entscheidung soll am Dienstag fallen.

Falls Hundt seines Amtes enthoben wird, stünde ihm eine Abfindung von rund 72.000 Euro zu, was sechs Monatsgehältern entspricht.

Mit dem Rückzug seines Rücktritts bahnt sich nun ein möglicher juristischer und politischer Machtkampf an. Während das Entlassungsverfahren des Senats weiterläuft, dauern auch die Ermittlungen zur SDC Sachsen Digital Consulting GmbH an. Das Ergebnis wird zeigen, ob Hundt im Amt bleibt – oder mit einer finanziellen Regelung geht.

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