09 June 2026, 06:09

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiterhin bestrafen

Mehrheit der Deutschen lehnt Abschaffung der Beleidigung von Politikern ab

Mehrheit der Deutschen will Beleidigung von Politikern weiterhin bestrafen

Eine neue Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Deutschen möchte das Gesetz beibehalten, das die Beleidigung von Politikern unter Strafe stellt. Die Erhebung, die Anfang Juni durchgeführt wurde, offenbart eine breite Unterstützung für die bestehende Regelung – und zwar über Parteigrenzen hinweg.

Die Debatte entzündet sich an einem Vorstoß der Christlich Demokratischen Union (CDU), die das Gesetz abschaffen will, da es ihrer Meinung nach die Meinungsfreiheit einschränkt. Doch der Widerstand anderer Parteien deutet darauf hin, dass der Vorschlag auf erhebliche Hindernisse stoßen wird.

Die von Stern und dem Sender RTL in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage befragte am 4. und 5. Juni 2026 insgesamt 1.007 Menschen in Deutschland. Das Ergebnis: 58 Prozent der Befragten sprechen sich für die Beibehaltung des Gesetzes aus, während 38 Prozent für dessen Abschaffung plädieren.

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Besonders hoch ist die Zustimmung bei Wählern der Sozialdemokraten (SPD) und der CDU/CSU – in beiden Lagern lehnen 84 Prozent eine Streichung ab. Auch bei Anhängern der Grünen und der Linken überwiegt mit 72 bzw. 65 Prozent die Mehrheit für den Erhalt der Regelung. Nur bei der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) wünschen sich 60 Prozent der Wähler die Abschaffung des Gesetzes.

Regionale Unterschiede fallen zwar gering, aber erkennbar aus: Im Westen Deutschlands befürworten 59 Prozent die Beibehaltung, im Osten sind es 52 Prozent. Trotz dieser Differenz zeigt sich in beiden Landesteilen eine klare Tendenz zugunsten des Status quo.

Die SPD kritisiert den CDU-Vorstoß als unzeitgemäß. Parteivertreter argumentieren, dass der Wegfall des Schutzes für Politiker die öffentliche Debatte weiter verrohen lassen könnte.

Die Umfrage unterstreicht den breiten Widerstand gegen die CDU-Pläne – die meisten Wähler und Parteien bevorzugen den Erhalt des bestehenden rechtlichen Rahmens. Die Ergebnisse legen nahe, dass ein Vorhaben zur Abschaffung des Straftatbestands auf erheblichen öffentlichen und politischen Widerstand stoßen würde.

Zwar gibt es nach wie vor regionale und parteipolitische Unterschiede, doch der allgemeine Trend deutet auf eine Mehrheit hin, die am bisherigen Gesetz festhalten möchte.

Quelle