14 April 2026, 02:12

Merz' Rückführungspläne für Syrer lösen politische Empörung aus

Plakat mit Text über Flüchtlinge, die Gebührenbefreiungen für Coursera-Kurse erhalten und sich lokalen Studenten in Diskussionen anschließen, mit mehreren Personen mit Taschen.

Merz' Rückführungspläne für Syrer lösen politische Empörung aus

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht sich scharfer Kritik ausgesetzt, nachdem er angedeutet hatte, dass 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer in ihre Heimat zurückkehren könnten. Politiker von SPD und CDU stellen sowohl die Machbarkeit als auch die Sinnhaftigkeit des Vorschlags infrage. Befürchtungen gibt es insbesondere zur Sicherheitslage in Syrien sowie zu den wirtschaftlichen Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Äußerungen des Kanzlers lösten umgehend Reaktionen bei Opposition und Koalitionspartnern aus. Der SPD-Außenexperte Ralf Stegner bezeichnete die Sicherheitslage in Syrien als "labil" und stellte die Sicherheit groß angelegter Rückführungen infrage. Die genannte Zahl von 80 Prozent nannte er unter den aktuellen Bedingungen "völlig unrealistisch".

Auch innerhalb der eigenen Partei stieß Merz auf Widerspruch: Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter bezeichnete den Vorschlag als "problematisch" und "innenpolitisch unklug". Er argumentierte, die Botschaft berge unnötige Spannungen und blende wirtschaftliche Realitäten aus. Viele Syrer seien mittlerweile in Branchen tätig, die dringend Fachkräfte benötigten.

Der SPD-Abgeordnete Hakan Demir unterstrich diese Bedenken und betonte, wie wichtig es sei, gut integrierte Syrer im Land zu halten. Ihr Beitrag sei für Schlüsselsektoren unverzichtbar, die bereits jetzt unter Personalmangel litten.

Die Debatte offenbart tiefe Gräben in der Migrationspolitik und angesichts der anhaltenden Instabilität in Syrien. Da Sicherheitsrisiken fortbestehen und der Fachkräftemangel ungelöst ist, stößt der Vorschlag des Kanzlers auf massiven Widerstand. Abgeordnete verschiedener Parteien warnen vor überstürzten Entscheidungen, die sowohl die humanitäre Lage als auch die wirtschaftliche Stabilität gefährden könnten.

Quelle