Moira Lüttich verlässt Volt Wiesbaden nach massiven Hassattacken im Netz
Carolina SchleichMoira Lüttich verlässt Volt Wiesbaden nach massiven Hassattacken im Netz
Moira Lüttich ist mit sofortiger Wirkung von allen ihren Ämtern bei Volt Wiesbaden zurückgetreten. Die Entscheidung folgt auf eine Flut von Hassnachrichten, die sie und ihre Familie in den sozialen Medien erreichten. Kollegen beschrieben die Angriffe als weit jenseits dessen, was ehrenamtliche Kommunalpolitiker ertragen sollten.
Lüttichs Rücktritt erfolgte nach wochenlangen gezielten Online-Attacken. Die Feindseligkeit nahm derartige Ausmaße an, dass sie sich entschied, die Politik zu verlassen, um ihre Kinder und ihre Familie zu schützen. In ihrer Erklärung betonte sie, dass nun ihr Privatleben und nicht das öffentliche Amt Priorität habe.
Edwin Meier, Co-Vorsitzender von Volt Wiesbaden, zeigte sich schockiert über das Ausmaß an Hass, der sich gegen Lüttich und ihre Angehörigen richtete. Die Partei räumte ein, dass die Angriffe bei Weitem die Grenzen des Erträglichen überschritten hätten – besonders für jemanden, der sich ehrenamtlich in der Kommunalpolitik engagiert.
Volt Wiesbaden dankte Lüttich zudem für ihr langjähriges Engagement, insbesondere während des jüngsten Kommunalwahlkampfs. Die Partei bestätigte, dass sie vorerst keine Interviews geben werde, um sich auf ihre Familie konzentrieren zu können.
Mit Lüttichs Abgang verliert Volt Wiesbaden eine ihrer Schlüsselfiguren. Die Partei hat noch keine Nachfolge bekannt gegeben. Ihr Rückzug unterstreicht das wachsende Problem der digitalen Hetze, der sich Kommunalpolitiker zunehmend ausgesetzt sehen.






