NRW-Regierung verliert dramatisch an Zustimmung – AfD holt zur SPD auf
Carolina SchleichNRW-Regierung verliert dramatisch an Zustimmung – AfD holt zur SPD auf
Die Zustimmung der Wähler zur Landesregierung in Nordrhein-Westfalen ist stark gesunken. Nur noch 42 Prozent zeigen sich mit ihrer Arbeit zufrieden. Wirtschaftliche Sorgen und Infrastrukturprobleme stehen mittlerweile ganz oben auf der Agenda der Wähler.
Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst verliert drei Prozentpunkte und kommt nun auf 32 Prozent. Auch die SPD unter Jochen Ott büßt drei Punkte ein und fällt auf 17 Prozent.
Die rechtspopulistische AfD legt auf 17 Prozent zu und liegt damit gleichauf mit der SPD als zweitstärkste Kraft. Dies ist ihr bestes Ergebnis in dem Bundesland bisher. Die Grünen hingegen gewinnen zwei Punkte hinzu und erreichen 15 Prozent.
Die FDP überspringt mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde. Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme haben die Migration als drängendstes Thema abgelöst – 31 Prozent der Wähler nennen sie als zentrale Herausforderungen.
Auch die wirtschaftlichen Ängste nehmen zu. Nur noch 22 Prozent der Bürger bewerten die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut. Die Sorge um den Arbeitsplatz wächst: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten mittlerweile um ihre Stelle – ein Anstieg um sechs Punkte im Vergleich zum Vorjahr.
Die CDU bleibt zwar stärkste Kraft, doch ihr Rückhalt schwindet. Der Aufstieg der AfD bringt sie auf Augenhöhe mit der SPD und verändert die politische Landschaft. Die Wähler fordern vor allem Lösungen für die Infrastruktur und wirtschaftliche Stabilität – Themen, die die Regierung nun dringend angehen muss.
