Offenbach verdoppelt Notfallgebühren auf 126,50 Euro pro Rettungstransport
Gustav JacobOffenbach verdoppelt Notfallgebühren auf 126,50 Euro pro Rettungstransport
Offenbach erhöht Gebühren für Notfalltransporte auf 126,50 Euro pro Fahrt
Die Erhöhung erfolgt vor dem Hintergrund steigender Nachfrage und höherer Kosten für den Rettungsdienst der Stadt. Allein im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Einsätze im Vergleich zu 2018 um über 6.000 an.
Die Stadt Offenbach fungiert als offizieller Träger der notärztlichen Versorgung. Die Leitstelle der Feuerwehr koordiniert sämtliche Notrufe über die 112 und entsendet rund um die Uhr Rettungswagen, Notfallsanitäter und Notärzte. Die jährlichen Kosten für diese Leistungen belaufen sich auf etwa 2,6 Millionen Euro.
Um die wachsenden Ausgaben zu decken, erhebt das Rettungssystem eine Gebühr für jeden transportpflichtigen Einsatz, der erstattungsfähig ist. Zudem unterstützt das Land Hessen die Träger mit einem jährlichen Beitrag von 0,35 Euro pro Einwohner. Trotz der Gebührenerhöhung wird Offenbach weiterhin 20 Prozent der Personalkosten der Leitstelle übernehmen.
Der Bedarf an Notfallversorgung steigt seit Jahren kontinuierlich. Während die Rettungskräfte 2018 noch zu 23.309 Einsätzen ausrückten, waren es 2022 bereits 29.365 – ein Zeichen für das wachsende Bevölkerungsaufkommen in der Stadt.
Die neue Gebühr von 126,50 Euro pro Transport soll helfen, die steigenden Kosten des Rettungsdienstes auszugleichen. Bürgerinnen und Bürger werden weiterhin aufgefordert, im Brand- oder medizinischen Notfall die 112 zu wählen. Die Stadt bleibt verantwortlich für die flächendeckende Bereitstellung von Rettungswagen rund um die Uhr.






