Opel-Chef Tavares kritisiert ineffiziente Produktion und droht mit Stellenabbau
Liesbeth KuhlOpel-Chef Tavares kritisiert ineffiziente Produktion und droht mit Stellenabbau
PSA-Konzernchef Carlos Tavares hat die Produktions Effizienz bei Opel scharf kritisiert. Er erklärte, die Kosten in den Opel-Werken lägen um 50 Prozent höher als in den französischen PSA-Fabriken. Seine Äußerungen haben Befürchtungen vor weiteren Stellenstreichungen in Deutschland geschürt.
Tavares bezeichnete die Produktion im Werk Rüsselsheim als „nicht effizient genug“. Seiner Ansicht nach basiert die Fertigung bei Opel auf überdimensionierten und ineffizienten Abläufen. Der Vorstandsvorsitzende forderte eine Steigerung der Effizienz in der gesamten Fahrzeugproduktion.
Dies ist der erste größere Personalabbau seit der Übernahme von Opel durch PSA. Im britischen Werk Ellesmere Port wird eine Schicht gestrichen, wodurch 400 Arbeitsplätze betroffen sind. Dort stellt Vauxhall, die britische Tochter von Opel, den Astra her.
Betriebsvertreter zweifeln nun an den bis Ende 2018 geltenden Beschäftigungsgarantien für Opel-Mitarbeiter an. Tavares’ Aussagen haben Ängste vor tiefgreifenden Kürzungen in der deutschen Opel-Produktion verstärkt.
Die Aussagen unterstreichen die Kostendifferenzen zwischen Opel und den französischen PSA-Standorten. Die Arbeitsplatzsicherheit für die Opel-Belegschaft bleibt über 2018 hinaus ungewiss. Das Unternehmen steht unter Druck, seine Produktionsprozesse zu optimieren.






