30 March 2026, 12:14

Perfide Betrugsmasche: Falsche Ärzte erpressen ältere Menschen mit Krebs-Lügen

Ein Mann in einem weißen Laborkittel und Stethoskop schaut direkt in die Kamera in einer alten Anzeige für ein Notfallmedizinisches Verzeichnis, umgeben von fetter schwarzer Schrift, die "Notfallmedizinisches Verzeichnis" liest.

Perfide Betrugsmasche: Falsche Ärzte erpressen ältere Menschen mit Krebs-Lügen

Die Polizei hat erneut vor einer perfiden Telefonbetrugsmasche gewarnt, die gezielt ältere Menschen ins Visier nimmt. Betrüger geben sich als Ärzte aus und behaupten, ein Angehöriger leide an Krebs, um unter diesem Vorwand sofortige Bargeldzahlungen zu erpressen. Mehrere Opfer in Weiterstadt-Gräfenhausen wurden am Mittwoch (23. April) durch diese sogenannten "Schockanrufe" dazu gebracht, Geld zu übergeben.

Der Betrug beginnt mit einem Anruf einer Person, die sich als medizinischer Fachkraft ausgibt. Den Opfern wird mitgeteilt, ein Familienmitglied habe eine schwere Krankheit und benötige umgehend eine Behandlung. Unter Druck setzt der Anrufer die Opfer unter Zeitdruck und verlangt eine sofortige Zahlung – ausnutzt werden dabei Angst und Verwirrung der Angerufenen.

In einem Fall fiel ein Einwohner aus Weiterstadt-Gräfenhausen auf die Masche herein und übergab einem Verdächtigen Geld. Zeugen beschrieben den Mann als schlank, etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß, mit einer Wollmütze, dunklen Sonnenbrillen, einem Pullover und dunklen blauen Hosen bekleidet. Die Polizei bittet nun alle, die den Mann gesehen haben oder in der Wingertstraße verdächtige Aktivitäten bemerkt haben, sich unter der Nummer +49 6151 / 969 - 0 zu melden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Behörden betonen, dass weder echte Ärzte noch Polizisten jemals am Telefon Bargeld fordern würden. Sie raten dazu, sofort aufzulegen, die Behauptungen durch direkten Kontakt mit dem angeblich betroffenen Angehörigen zu überprüfen und im Zweifel die Polizei zu informieren. Bundesweite Zahlen für 2024 liegen zwar nicht vor, doch allein in einer regionalen Statistik wurden in diesem Jahr bereits 403 ähnliche Fälle von Callcenter-Betrug erfasst.

Die Beamten erinnern die Bevölkerung eindringlich daran, niemals auf Grundlage eines Telefonats Geld oder Wertsachen an Fremde zu übergeben. Die Betrüger setzen auf Panik – wer ruhig bleibt und die Fakten prüft, kann sich vor finanziellen Verlusten schützen.

Die Masche zielt weiterhin auf besonders schutzbedürftige Personen, vor allem ältere Menschen. Die Polizei ermittelt aktiv in dem aktuellen Fall und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Durch Wachsamkeit und Befolgung der offiziellen Ratschläge können Anwohner dazu beitragen, dass die Täter kein leichtes Spiel haben.

Quelle