16 April 2026, 20:13

Protest-Rave in Berlin: RAW-Gelände kämpft um sein kulturelles Überleben

Eine Gruppe von Menschen sitzt vor einem Gebäude auf dem Boden während einer Demonstration in Berlin, einige tragen Masken und sind von verstreuten Taschen und Bäumen umgeben unter einem klaren blauen Himmel.

Protest-Rave in Berlin: RAW-Gelände kämpft um sein kulturelles Überleben

Protest-Rave in Berlin: RAW-Gelände soll vor Umstrukturierung gerettet werden

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Am kommenden Samstag findet in Berlin ein Protest-Rave statt, um das RAW-Gelände vor einer geplanten Umnutzung zu bewahren. Clubbetreiber:innen und Aktivist:innen schließen sich zusammen, um gegen die Pläne des Eigentümers, der Kurth-Familiengesellschaft, zu kämpfen. Mehrere bekannte Locations wie das Crack Bellmer und die Cassiopeia stehen nun vor der Schließung, nachdem ihre Mietverträge gekündigt und die Betriebserlaubnisse entzogen wurden.

Seit 2015 steht das RAW-Gelände unter Druck, als die Kurth-Gruppe erstmals eine Umstrukturierung vorantrieb. Zwar hat die Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg Wohnungsbau auf dem Areal verboten, doch die Firma hält an ihren Plänen für Neubauprojekte fest. Zwar gibt es einen Entwurf für eine Vereinbarung zwischen dem Unternehmen und dem Bezirk, die soziokulturelle Räume schützen soll – doch Streitigkeiten über die zeitliche Umsetzung blockieren eine Lösung.

Die Kurth-Gruppe wirft dem Bezirk vor, die Umsetzung des Entwurfs in einen verbindlichen Plan zu verzögern. Gleichzeitig verweigert das Unternehmen die Verlängerung von Mietverträgen für mehrere Clubs und hat deren Betriebserlaubnisse widerrufen. Die Betreiber:innen befinden sich damit in einer prekären Lage: Ihr Fortbestand hängt sowohl vom Eigentümer als auch von den lokalen Behörden ab.

Als Reaktion haben Aktivist:innen – unterstützt von SPD, Grünen und Linken – für Samstag eine Demonstrations-Rave organisiert. Clubbetreiber:innen wollen über ihre prekäre Situation sprechen und befürchten, systematisch verdrängt zu werden. Zudem hat die Kurth-Gruppe ein inoffizielles Ultimatum bis Ende dieses Monats gesetzt, um Klarheit über Brandschutz, Lärmschutz und die zuständige Aufsichtsbehörde zu erhalten.

Ziel des Protests ist es, die kulturellen Spielstätten auf dem RAW-Gelände zu erhalten. Doch ihre Zukunft bleibt ungewiss: Ohne neue Mietverträge oder Genehmigungen droht mehreren Clubs die endgültige Schließung. Der Ausgang hängt von den Verhandlungen zwischen der Kurth-Gruppe, dem Bezirk und den Aktivist:innen ab, die die Kampagne anführen.

Quelle