PSA übernimmt Opel: General Motors gibt europäischen Traditionshersteller ab
Gustav JacobPSA übernimmt Opel: General Motors gibt europäischen Traditionshersteller ab
PSA-Gruppe schließt Übernahme von Opel von General Motors ab
Die PSA-Gruppe hat den Kauf von Opel von General Motors abgeschlossen. Der Deal markiert einen bedeutenden Wandel in der europäischen Automobilindustrie. Opel, das seit 1929 im Besitz von GM stand, wird nun Teil des wachsenden Portfolios von PSA.
Die Übernahme kostete PSA rund 2,2 Milliarden Euro für die europäischen Aktivitäten von GM, einschließlich Opel und Vauxhall. GMs Finanzvorstand Chuck Stevens bezifferte die Gesamtkosten des Verkaufs auf 5,5 Milliarden US-Dollar (4,7 Milliarden Euro), wobei auch Pensionsverpflichtungen abgedeckt wurden.
Mit diesem Schritt wird die PSA-Gruppe zum zweitgrößten Automobilhersteller Europas gemessen am Absatzvolumen. Opel und Vauxhall beschäftigen gemeinsam etwa 38.000 Mitarbeiter in sieben Ländern, wobei etwa die Hälfte in Deutschland ansässig ist.
PSA-Chef Carlos Tavares kündigte an, die Umstrukturierung von Opel an die deutsche Führungsebene zu delegieren. Das Ziel ist es, bis 2020 eine Gewinnmarge von 2 Prozent und bis 2026 von 6 Prozent zu erreichen. Zudem gab es Wechsel in der Führungsetage: Michael Lohscheller löst Karl-Thomas Neumann als Opel-Chef ab. Philippe de Rovira wurde zum neuen Finanzvorstand ernannt und stößt zum Vorstandsteam.
Die Übernahme gestaltet die Zukunft von Opel unter der Führung von PSA neu. Neue Führungskräfte sind nun im Amt, um die finanziellen und operativen Ziele des Unternehmens zu steuern. Der Deal festigt zudem die Position von PSA als zentraler Akteur auf dem europäischen Markt.






