Radfahrerin nach "Dooring"-Unfall in Bielefeld schwer gestürzt
Radfahrerin nach „Dooring“-Unfall auf der Mühlenstraße in Bielefeld gestürzt
Eine Radfahrerin ist auf der Mühlenstraße in Bielefeld von einer plötzlich geöffneten Autotür erfasst und zu Fall gebracht worden. Der Vorfall ereignete sich spätabends, als ein 55-jähriger Autofahrer vor dem Aussteigen nicht auf den nachkommenden Verkehr achtete. Die Polizei ruft nun alle Kraftfahrer zu mehr Vorsicht beim Verlassen ihrer Fahrzeuge auf, um ähnliche Zusammenstöße zu vermeiden.
Der Unfall geschah gegen 22:55 Uhr in der Nähe der Kreuzung mit der Otto-Brenner-Straße. Eine 28-jährige Frau fuhr mit ihrem Fahrrad die Straße entlang, als der Fahrer eines geparkten Volkswagen UP plötzlich seine Tür öffnete. Durch den Aufprall stürzte sie auf die Fahrbahn.
Der 55-jährige Bielefelder gab später zu, vor dem Öffnen der Tür nicht nach dem Verkehr gesehen zu haben. Ein Zeuge vor Ort bestätigte die Schilderung der Radfahrerin. Zum Zeitpunkt des Unfalls trug die Frau keinen Helm.
Die Behörden warnen erneut vor den Gefahren des sogenannten „Dooring“ – wenn eine Autotür in den Weg eines herannahenden Radfahrers geöffnet wird. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) führt derzeit die Kampagne „Kopf drehen, Radfahrer sehen!“, um für das Problem zu sensibilisieren. Die Polizei betont zudem, dass auch Beifahrer dieselbe Verantwortung tragen, wenn sie ein Fahrzeug verlassen, um schwächere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden.
Die Radfahrerin erlitt bei dem Zusammenstoß mit der Autotür Verletzungen. Über den genauen Zustand der Frau liegen bisher keine näheren Angaben vor. Der Vorfall unterstreicht jedoch die Notwendigkeit, dass sowohl Fahrer als auch Mitfahrer durch einfache Sicherheitschecks vor dem Türöffnen solche Unfälle verhindern können. Die laufende DVR-Kampagne zielt darauf ab, die Zahl solcher Vorfälle durch erhöhte Aufmerksamkeit zu reduzieren.






