Radio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politische Angriffe und Finanznot
Malte KrauseRadio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politische Angriffe und Finanznot
Radio CORAX sendet seit 2000 unabhängige, bürgernah gestaltete Programme – mit rund 400 Ehrenamtlichen, die 175 verschiedene Formate produzieren, bietet der Sender ein vielseitiges Mix aus Musik, Diskussionen und kulturellen Inhalten. Doch nun gerät die Zukunftsförderung durch politischen Druck ins Wanken, während das Team nach Wegen sucht, den Sendebetrieb aufrechtzuerhalten.
Im täglichen Programm finden sich einzigartige Formate wie Tipkin oder das Magazin Serendipity. Jeder kann ein neues Format vorschlagen, indem er eine Idee in der wöchentlichen Redaktionssitzung vorstellt. Nach einem Einführungsworkshop können Freiwillige direkt mit der Produktion eigener Inhalte beginnen.
CORAX finanziert sich aus verschiedenen Quellen: Die Landesmedienanstalt stellt jährlich etwa 200.000 Euro bereit, hinzu kommen kommunale Zuschüsse, Projektförderungen und Spenden der Hörerschaft. Doch die rechtspopulistische AfD fordert die Streichung der Mittel – mit Verweis auf Bedenken gegenüber dem Programm des Senders.
Über das Radio hinaus veranstaltet CORAX in seinen Studios öffentliche Formate wie Filmabende, Debatten und Workshops. So stärkt der Sender die Verbindung zu lokalen Communities und Partnern. Die Inhalte werden ausschließlich von Ehrenamtlichen gestaltet und decken ein breites Themenspektrum sowie vielfältige Perspektiven ab.
Angesichts wachsender finanzieller Herausforderungen sucht CORAX nach Lösungen, um den Fortbestand zu sichern. Spenden von Unterstützer:innen werden immer wichtiger – besonders, da politische Widerstände die üblichen Förderquellen bedrohen.
CORAX arbeitet weiterhin mit einem rein ehrenamtlichen Team und dem Anspruch auf vielfältiges Programm. Ob der Sender auf Sendung bleibt, hängt davon ab, ob die Finanzierung und der Rückhalt aus der Community gesichert werden können. Bis dahin bleibt das Team konzentriert: unabhängiger, lokal verankerter Rundfunk soll weiter möglich sein.






