Rüsselsheim und Évreux gedenken gemeinsam der Befreiung vor 80 Jahren
Liesbeth KuhlRüsselsheim und Évreux gedenken gemeinsam der Befreiung vor 80 Jahren
Eine Delegation aus Rüsselsheim am Main reiste kürzlich nach Évreux, um an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Befreiung der französischen Stadt von der deutschen Besatzung teilzunehmen. Der Besuch stand zugleich im Zeichen des Beitritts Évreux' zu Bürgermeister für den Frieden – einem weltweiten Netzwerk, das sich für nukleare Abrüstung und dauerhaften Frieden zwischen den Nationen einsetzt.
Das Programm umfasste einen offiziellen Empfang sowie eine Gedenkveranstaltung, an der Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt teilnahm. Er vertrat dabei sowohl seine Stadt als auch Deutschland. Während des Besuchs überreichte Rüsselsheim Évreux zwei symbolträchtige Geschenke: ein prämiertes Werk des Kunstwettbewerbs von Bürgermeister für den Frieden sowie einen Ginkgo-Setzling aus Hiroshima, Japan.
Beide Städte erarbeiteten gemeinsam die Ausstellung "Befreiung, Wiederaufbau, Versöhnung", an der Kulturinstitutionen aus Rüsselsheim und Évreux mitwirkten. Die Schau beleuchtet die gemeinsame Geschichte der beiden Städte und ihre künftige Verbindung.
Für die Zukunft planen Rüsselsheim und Évreux, die Kontakte zwischen Bürgern und lokalen Initiativen weiter zu vertiefen. Zudem sollen gemeinsame Kulturprojekte die wachsende Partnerschaft stärken.
Évreux ist damit – dem Vorbild Rüsselsheims folgend – dem Bündnis Bürgermeister für den Frieden beigetreten, das 1982 von Hiroshima und Nagasaki ins Leben gerufen wurde. Mittlerweile zählen über 8.000 Städte weltweit dazu, darunter Berlin, London und Chicago. Die Mitgliedschaft unterstreicht das Engagement Évreux' für Frieden und internationale Zusammenarbeit.






