Sanimed feiert Comeback nach Finanzkrise mit neuem Zukunfts-Campus
Carolina SchleichSanimed feiert Comeback nach Finanzkrise mit neuem Zukunfts-Campus
Sanimed, ein führender Anbieter von Reha- und Medizintechnik, hat sich nach einer schweren Finanzkrise wieder erholt. Das Unternehmen, das 2024/2025 noch vor einer "existenzbedrohenden" Lage stand, hat nun erstmals seit Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorgewiesen. Mit den Plänen für einen großen neuen Campus in Ibbenbüren setzt Sanimed den nächsten Schritt auf dem Weg der Erholung.
Das 1983 gegründete Unternehmen ist auf die Verteilung von Pflege- und Hilfsmitteln für den Heimbedarf spezialisiert, darunter Rollstühle, Elektromobile, Wundversorgungsprodukte und enterale Ernährung. Über die Jahrzehnte entwickelte es sich zu einem der Marktführer in seinem Segment. Doch finanzielle Schwierigkeiten führten 2024/2025 zu einer kritischen Phase, die eine umfassende Umstrukturierung erzwang.
Die Eigentumsverhältnisse des Unternehmens änderten sich dabei mehrfach: Nach der Übernahme durch die Hartmann Gruppe im Jahr 2001 wurde Sanimed 2020 an Palero verkauft, bevor 2021 die Löwenstein Gruppe – bekannt für ihre Beatmungstechnologie – die Führung übernahm. Unter der neuen Leitung stabilisierte das Unternehmen seine Finanzen und erreichte 2025 erstmals wieder einen ausgeglichenen Haushalt.
Nun konzentriert sich das Unternehmen auf Expansion. Ab 2026 entsteht in Ibbenbüren ein 16.000 Quadratmeter großer "Zukunfts-Campus". Das Gelände umfasst drei Stockwerke Büroräume, ein 4.500 Quadratmeter großes Logistikzentrum und ein Flagship-Store. Das Projekt unterstreicht das Vertrauen in das langfristige Wachstum des Unternehmens.
Sanimeds Aufschwung folgt auf Jahre der finanziellen Instabilität und wechselnder Eigentümer. Der neue Campus in Ibbenbüren soll die Unternehmensabläufe zentralisieren und die weitere Expansion unterstützen. Mit einem soliden Haushalt und klaren Investitionsplänen positioniert sich das Unternehmen für eine erfolgreichere Zukunft.






