Schwerer Fahrradunfall auf der L3001 entfacht Debatte um sichere Radinfrastruktur
Malte KrauseSchwerer Fahrradunfall auf der L3001 entfacht Debatte um sichere Radinfrastruktur
Ein kürzlicher Fahrradunfall auf der Landesstraße L3001 hat die Forderungen nach sicherer Infrastruktur neu entfacht. Susanne Montiel, eine tägliche Pendlerin und engagierte Verfechterin besserer Radbedingungen, erlitt bei einer Kollision mit einem Fahrzeug schwere Verletzungen. Lokale Initiativen fordern nun von den Behörden, längst überfällige Verbesserungen endlich umzusetzen.
Am 3. März 2023 streifte der Außenspiegel eines Autos den Lenker von Susanne Montiels Fahrrad, wodurch sie sich einen Bruch des Oberarmkopfs und weitere Verletzungen zuzog. Die Strecke zwischen Dietzenbach und Offenbach nutzt sie regelmäßig – besonders gefährlich wird es für sie jedoch zwischen der Isenburger Straße und der Industriestraße in Heusenstamm, wo es keinerlei Radwege gibt.
Vor drei Jahren starb an derselben Stelle ein Radfahrer bei einem ähnlichen Unfall. Trotz Versprechen auf Sicherheitsnachrüstungen blieb alles beim Alten. Der ADFC Dietzenbach fordert nun von Dietzenbachs Bürgermeister, die geplanten Radspuren zügig zu realisieren.
Der ADFC-Aktivist Roland Heidl warnte vor den erheblichen Risiken durch rücksichtslosen Verkehr und fehlende Überholmöglichkeiten. Jochen Teichmann, Sprecher der Initiative Radentscheid Offenbach, betonte, dass eine angemessene Infrastruktur den Unfall hätte verhindern können. Sowohl der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) als auch der Radentscheid Offenbach verlangen sofortige Maßnahmen zum Schutz der Radfahrenden entlang der L3001.
Die Unterzeichnenden wünschen Susanne Montiel eine vollständige und schnelle Genesung. Der Unfall erhöht den Druck auf die lokalen Behörden, ihre Zusagen endlich einzulösen. Ohne Handeln bleiben Radfahrer:innen auf dieser vielbefahrenen Straße unnötigen Gefahren ausgesetzt.
