20 April 2026, 12:12

Sexismus-Vorwürfe gegen ARD-Moderator Denis Scheck erschüttern Druckfrisch

Ein altes Buch mit dem Titel "Die Macht der öffentlichen Meinung" zeigt eine Zeichnung eines ernst dreinschauenden, geschniegelten Mannes in einem Stuhl, während eine nachdenklich aussehende Frau neben ihm steht.

Sexismus-Vorwürfe gegen ARD-Moderator Denis Scheck erschüttern Druckfrisch

ARD-Literatursendung Druckfrisch in der Kritik: Vorwürfe des Sexismus gegen Moderator Denis Scheck

Die Literatursendung Druckfrisch des ARD steht wegen angeblich sexistischer Buchkritiken ihres Moderators Denis Scheck in der Kritik. Der Sender verteidigt die Sendung und betont, dass das Geschlecht der Autor:innen bei den Bewertungen keine Rolle spiele. Ausgelöst wurde die Debatte durch Schecks scharfe Abwertungen aktueller Werke zweier renommierter Autorinnen.

Der Streit begann nach der Ausgabe vom 29. März, in der Scheck die Bücher von Sophie Passmann und Ildikó von Kürthy hart kritisierte. Seine Rezensionen enden oft damit, dass ihm missfallene Bücher durch eine Rutsche in einen Mülleimer befördert werden. Passmann bezeichnete seine Äußerungen später in einem Instagram-Post als "nicht nur grausam, sondern vor allem sexistisch".

Von Kürthy reagierte in der Zeit und schrieb, sie werde sich solche Kritik nicht länger gefallen lassen. Auch die Autorin Elke Heidenreich verurteilte in einem separaten Zeit-Essay Schecks Stil sowie die Rolle des ARD, der dies ermöglicht.

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Der Sender überprüfte die jüngste Folge und stellte fest, dass Scheck mehr Bücher von Frauen lobte als kritisierte. Man betonte, dass Frauenfeindlichkeit in Druckfrisch keinen Platz habe, und bekräftigte die Wertschätzung für literarische Leistungen von Autorinnen. Scheck selbst argumentiert, seine Kritik richte sich gegen die Werke, nicht gegen deren Autor:innen oder Leser:innen.

Die Diskussion zeigt die Spannungen zwischen scharfer Literaturkritik und Vorwürfen der Voreingenommenheit. Während der ARD sich zu fairen Bewertungen bekennt, stellen die kritisierten Autorinnen Schecks Vorgehen öffentlich infrage. Die Debatte darüber, wie Buchrezensionen Ehrlichkeit und Respekt in Einklang bringen sollen, hält an.

Quelle