Shermin Langhoffs Abschied vom Gorki-Theater: Ein Abend voller Symbole und Emotionen
Carolina SchleichShermin Langhoffs Abschied vom Gorki-Theater: Ein Abend voller Symbole und Emotionen
Ein Abschiedsabend im Maxim-Gorki-Theater markierte das Ende von Shermin Langhoffs Amtszeit als Intendantin. Die Veranstaltung würdigte ihren Einfluss auf das deutsche Theater und den Aufstieg postmigrantischer Inszenierungen in der Kulturszene.
Der Abend begann mit Via Jikeli, die Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan aufführte. Die Atmosphäre im Theater wurde als zugleich voll und leer beschrieben – lebendig und doch still nachdenklich. Ein Beobachter erklärte das Gorki für „tot“, um gleich darauf „Es lebe das Gorki!“ zu rufen und damit die zwiespältige Stimmung einzufangen.
Shermin Langhoff betrat die Bühne für eine kurze Ansprache. Statt ihre vorbereiteten Notizen vorzulesen, ließ sie die Blätter zu Boden gleiten – eine symbolträchtige Geste, die das Publikum berührte. Später trug Jonas Dassler den Fledermaus-Aussterbe-Song vor und setzte so einen musikalischen Akzent in dem Programm.
Auch Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, sprach bei der Veranstaltung. Seine Anwesenheit unterstrich die Bedeutung von Langhoffs Werk und die Rolle des Theaters bei der Prägung der modernen deutschen Kultur.
Der Abend machte deutlich, welchen Einfluss das Gorki unter Langhoffs Leitung gewonnen hat. Er würdigte die Etablierung des postmigrantischen Theaters als bleibenden Beitrag zur Kunst. Mit dem Wechsel in der künstlerischen Leitung beginnt nun ein neues Kapitel für das Gorki.






