13 April 2026, 14:17

Software AG vor Zerschlagung: IBM übernimmt Kernsparten für 2,13 Milliarden Euro

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die Unternehmenslogos anzeigt, um das Software-Ökosystem darzustellen, mit begleitendem Text, der Unternehmensstandorte und -informationen beschreibt.

Software AG vor Zerschlagung: IBM übernimmt Kernsparten für 2,13 Milliarden Euro

Software AG steht vor tiefgreifenden Umbrüchen nach Verkauf zweier Kernsparten an IBM

Nach der Vereinbarung zum Verkauf zweier zentraler Geschäftsbereiche an IBM steht die Software AG vor weitreichenden Veränderungen. Der Deal im Wert von 2,13 Milliarden Euro umfasst die hochgeschätzten Plattformen webMethods und StreamSets. Gleichzeitig zeichnen sich weitere Veräußerungen und möglicherweise sogar eine vollständige Zerschlagung des Unternehmens ab.

Der US-amerikanische Investor Silver Lake, der die Mehrheit an der Software AG hält, gab den Verkauf von webMethods und StreamSets kurz vor Jahreswechsel bekannt. Beide Plattformen bilden gemeinsam eine leistungsstarke Super-iPaaS (Integration Platform as a Service) und galten lange als wertvollstes Asset des Unternehmens. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2024 abgeschlossen werden.

Im Rahmen des Deals könnten bis zu 2.000 der insgesamt 5.000 Mitarbeiter der Software AG zu IBM wechseln. Trotz des Verkaufs betont das Unternehmen, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

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Doch Silver Lake hat noch weitergehende Pläne: Die Investmentfirma strebt an, die Software AG von der Börse zu nehmen, sobald sie 95 Prozent der Anteile hält. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf interne Quellen berichtet, könnte das Unternehmen sogar vollständig aufgespalten werden. Die Sparten Alfabet und ARIS gelten nun als nächste wahrscheinlich Kandidaten für eine Veräußerung.

Bereits Ende Dezember 2023 hatte Silver Lake die Bereiche TrendMiner und Cumulocity zum Verkauf gestellt. Der Verkauf von webMethods und StreamSets markiert einen einschneidenden Wandel für die Software AG. Sollten weitere Sparten folgen, könnte sich die Struktur des Unternehmens in den kommenden Monaten grundlegend ändern. Zudem bedeutet der Deal mit IBM, dass ein beträchtlicher Teil der Belegschaft zum US-Technologiekonzern wechseln könnte.

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