Sozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger bis Ende 2025 trotz Milliarden-Förderung
Carolina SchleichSozialwohnungen in Deutschland: 20.000 weniger bis Ende 2025 trotz Milliarden-Förderung
Deutschlands Sozialwohnungsbestand schrumpft bis Ende 2025 um 20.000 Einheiten
Trotz bundesweiter Bemühungen, den bezahlbaren Wohnraum auszubauen, ist der Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland bis Ende 2025 um 20.000 Einheiten gesunken. Kritiker verweisen darauf, dass das Land nach wie vor ein Defizit von fast einer Million Wohnungen zu bewältigen hat.
Bundesweit waren Ende 2024 noch rund 1,05 Millionen Sozialwohnungen registriert. Doch der Gesamttrend blieb rückläufig: Allein im Laufe des Jahres fielen 57.621 Wohnungen aus den Mietpreisbindungen heraus.
Am stärksten betroffen war Nordrhein-Westfalen mit einem Verlust von 18.538 Einheiten. Auch Berlin und Bayern verzeichneten deutliche Rückgänge – um 2.957 bzw. 2.790 Wohnungen. Einige Regionen schnitten hingegen besser ab: Baden-Württemberg verzeichnete mit 3.046 zusätzlichen Einheiten den höchsten Nettozuwachs. Auch Niedersachsen und Sachsen legten zu, mit 1.240 bzw. 944 neuen Sozialwohnungen.
Zusätzlich entstanden 4.701 neue Plätze in Studenten- und Auszubildendenwohnheimen. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) reagierte auf die Entwicklung mit der Zusage von 23,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln für den sozialen Wohnungsbau bis 2029.
Der Nettoverlust von 20.000 Wohnungen unterstreicht den anhaltenden Druck auf den Sozialwohnungssektor in Deutschland. Mit den geplanten Fördermitteln will die Regierung den Trend umkehren. Doch die aktuelle Unterversorgung bleibt eine große Herausforderung für die Politik.






