SPD-Politikerin Rasha Nasr diskutiert Apothekenreform mit Dresdner Apotheker vor Ort
Carolina SchleichSPD-Politikerin Rasha Nasr diskutiert Apothekenreform mit Dresdner Apotheker vor Ort
SPD-Politikerin Rasha Nasr besuchte die Knut-Apotheke in Dresden, um über die anstehende Apothekenreform zu sprechen. Ohne vorherige Erfahrung in der Gesundheitspolitik suchte sie vor Beginn der parlamentarischen Debatten nach direkten Einblicken – insbesondere dazu, wie die geplanten Änderungen Apothekerinnen und Apotheker sowie die Patientenversorgung beeinflussen könnten.
Nasr traf sich mit Apothekeninhaber Michael Gäbe, um dessen Bedenken zum neuen Vergütungssystem zu erörtern. Gäbe betonte, dass faire Anpassungen der Gebühren unverzichtbar seien, um die Versorgungsqualität zu sichern und die finanzielle Stabilität der Apotheken zu gewährleisten. Andernfalls, warnte er, drohe eine Verschlechterung der Serviceleistungen.
Gäbe verwies zudem auf die zentrale Rolle der Apotheken im Gesundheitssystem: Sie seien oft erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten, verhinderten gefährliche Wechselwirkungen von Medikamenten und entlasteten damit Ärzte und Krankenhäuser. Eine Ausweitung der Aufgaben für Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) löse den Fachkräftemangel jedoch nicht, sondern berge Risiken für die Patientensicherheit, gab er zu bedenken.
Die Diskussion erfasste auch die weitergehenden Verantwortungen von Apothekerinnen und Apothekern. Gäbe beschrieb sie als Verbraucherschützer, die ihr Fachwissen über Arzneimittel mit großer Sorgfaltspflicht anwendeten. Er forderte eine stärkere Anerkennung ihrer lokalen, praxisnahen Arbeit in den Gemeinden.
Nasr hörte den Anliegen aufmerksam zu und versprach, sie an die Entscheidungsträger in Berlin weiterzugeben. Sie unterstrich, wie wichtig eine gründliche Vorbereitung auf den bevorstehenden Gesetzgebungsprozess sei.
Der Besuch rückte zentrale Streitpunkte der Apothekenreform in den Fokus – vor allem die Fragen nach Finanzierung und Personal. Nasrs Zusage, die Perspektiven der Apotheker im Parlament zu vertreten, ebnet den Weg für weitere Diskussionen. Die Ergebnisse könnten maßgeblich prägen, wie Apotheken künftig arbeiten und Patienten versorgen.






