SPD und DGB drängen auf verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Carolina SchleichSPD und DGB drängen auf verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Die SPD-Bundestagsfraktion unterstützt nun einen neuen Vorschlag für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge. Der Plan, der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vorgelegt wurde, sieht vor, dass Arbeitgeber gemeinsam mit den Beschäftigten in die Rente einzahlen müssen. Sowohl SPD- als auch DGB-Vertreter betonen die Dringlichkeit stärkerer Absicherungen im Ruhestand.
Yasmin Fahimi, Vorsitzende des DGB, forderte die Einführung eines gesetzlich verankerten Systems zur betrieblichen Altersvorsorge. Dem Entwurf zufolge wären Arbeitgeber verpflichtet, in den Fonds einzuzahlen. Ziel ist es, Arbeitnehmern nach dem Berufsausstieg mehr finanzielle Sicherheit zu bieten.
Auch Dagmar Schmidt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, sprach sich für den DGB-Plan aus. Sie bestand darauf, dass Arbeitgeber mindestens einen gleich hohen Anteil an der Rentenversicherung tragen müssten. Die Unterstützung der SPD deutet auf wachsenden politischen Rückenwind für die Reform hin.
Der Vorschlag wird nun von einer großen Partei sowie Deutschlands größter Gewerkschaftsorganisation getragen. Sollte er verabschiedet werden, würde das Modell betriebliche Altersvorsorge für alle anspruchsberechtigten Arbeitnehmer verpflichtend machen. Die Kosten würden zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten aufgeteilt, was die Altersrücklagen in der gesamten Belegschaft erhöhen würde.






