Stadtwerke Mainz erzielen 18,3 Millionen Euro Überschuss trotz Herausforderungen im Jahr 2025
Gustav JacobStadtwerke Mainz erzielen 18,3 Millionen Euro Überschuss trotz Herausforderungen im Jahr 2025
Stadtwerke Mainz (SWM) verzeichneten für das Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von rund 18,3 Millionen Euro. In dieser Summe sind eine 33-Millionen-Euro-Subvention zur Deckung der Verluste der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) sowie Zuwendungen an die Stadt enthalten. Trotz einer soliden Finanzlage sieht sich der Konzern jedoch mit erheblichen betrieblichen und regulatorischen Herausforderungen konfrontiert.
Im Jahr 2025 beförderten die SWM etwa 56 Millionen Fahrgäste – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Hauptgrund für den Rückgang waren anhaltende Bauarbeiten sowie vorübergehende Bus-Ersatzverkehre für die Straßenbahn. Um die Flotte zu modernisieren, hat das Unternehmen 22 neue Straßenbahnen, 42 Dieselbusse und 23 Elektrobusse bestellt.
Das Fahrradverleihsystem meinRad verzeichnete ein starkes Wachstum: Nutzerinnen und Nutzer unternahmen im Laufe des Jahres über 325.000 Fahrten. Die Mainz Netze GmbH verwaltete unterdessen weiterhin die kritische Infrastruktur, darunter 26.500 Straßenlaternen in Mainz und den AKK-Stadtteilen. Die Netze versorgen 550.000 Einwohner mit Strom, 272.000 mit Gas und 39.800 Anschlüsse mit Trinkwasser.
Das Unternehmen verfügt über eine stabile Finanzlage mit einer Eigenkapitalquote von 41,9 Prozent – deutlich über dem Branchendurchschnitt. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen, etwa die ins Stocken geratene Sanierung des Taubertsbergbads, nachdem der beauftragte Baukonzern im November 2025 Insolvenz anmelden musste. Zudem kämpfen die kommunalen Versorger mit regulatorischen Änderungen, kostspieligen Investitionen und steigenden Anforderungen an den Netzbetrieb.
Der Gewinn der SWM spiegelt eine umsichtige Finanzplanung wider, zu der auch Subventionen zur Kompensation der Verkehrsverluste zählen. Die Flottenerneuerung und Infrastrukturprojekte zielen darauf ab, die Dienstleistungen für die Bürger zu verbessern. Doch anhaltende Baustellen, regulatorischer Druck und unerwartete Rückschläge belasten weiterhin den Betrieb.
