11 April 2026, 14:14

Steuererhöhungen im Kreis Offenbach: Kommunen kämpfen mit leeren Kassen und steigenden Hebesätzen

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Steuererhöhungen im Kreis Offenbach: Kommunen kämpfen mit leeren Kassen und steigenden Hebesätzen

Sechs Kommunen im Kreis Offenbach haben für 2024 ihre Grund- oder Gewerbesteuersätze erhöht. Die Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Haushaltsbelastungen – acht der dreizehn Städte und Gemeinden des Kreises konnten in diesem Jahr ihr Budget nicht ausgleichen. Die Steuererhöhungen fallen unterschiedlich aus, doch einige Steigerungen stechen besonders hervor.

Dietzenbach verzeichnet nun mit 405 Prozent den höchsten Gewerbesteuersatz im Kreis, deutlich über dem örtlichen Durchschnitt von 373 Prozent. Auch Neu-Isenburg, Heusenstamm und Hainburg passten ihre Gewerbesteuersätze an, wobei Neu-Isenburg mit 345 Prozent den niedrigsten Satz festlegte.

Noch stärker stiegen in einigen Gemeinden die Hebesätze für die Grundsteuer B. Heusenstamm, Mühlheim und Hainburg hoben ihre Sätze deutlich gegenüber 2023 an. Im Kreisdurchschnitt liegt die Grundsteuer B nun bei 654 Prozent – weit über dem hessischen Durchschnitt von 509 Prozent im Vorjahr. Die Grundsteuer A für landwirtschaftliche Betriebe blieb hingegen unverändert und stabilisiert sich bei einem Durchschnitt von 376 Prozent.

Ein weiterhin umstrittenes Thema sind die Straßenbaubeiträge. Neun Kommunen haben diese Abgaben vollständig abgeschafft, während drei sie weiterhin erheben. Der Bund der Steuerzahler Hessen fordert zwar ihre Abschaffung – allerdings nur unter der Bedingung, dass das Land die entgangenen Einnahmen der Gemeinden vollumfänglich ausgleicht. Die vollständige Analyse der Vereinigung, einschließlich ihrer Positionen zu Grundsteuerreform und Bagatellsteuern, ist unter www.steuerzahler-hessen.de abrufbar.

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Die Steuererhöhungen spiegeln die anhaltende finanzielle Belastung im Kreis Offenbach wider, wo die meisten Kommunen ihr Haushaltsjahr 2024 nicht ohne Defizit gestalten konnten. Mit steigenden Gewerbe- und Grundsteuersätzen müssen Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen höhere Abgaben tragen. Die Vorschläge des Steuerzahlerbundes zielen darauf ab, die Lasten zu verringern – ihre Umsetzung hängt jedoch von Entscheidungen auf Landesebene ab.

Quelle