09 June 2026, 18:12

Stuttgart 21 droht weitere massive Verzögerung bis 2031 – Özdemir fordert Klarheit

Eisenbahn unter Druck - Was Özdemir bezüglich Stuttgart 21 fordert

Stuttgart 21 droht weitere massive Verzögerung bis 2031 – Özdemir fordert Klarheit

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir hat von der Deutschen Bahn dringend klare Aussagen zum problembehafteten Projekt Stuttgart 21 gefordert. Aktuelle Medienberichte deuten darauf hin, dass der neue Durchgangsbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen könnte – deutlich später als ursprünglich geplant. Özdemir bezeichnete die mögliche Verzögerung als schweren Schlag für die Region und die Bahnreisenden.

Stuttgart 21 sollte das Schienennetz der Stadt revolutionieren, indem der alte Kopfbahnhof durch einen modernen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzt wird. Zum Projekt gehören zudem neue Gleise, Tunnel, Brücken und die vollständige Digitalisierung des Knotenpunkts. Doch das Vorhaben leidet unter immer neuen Rückschlägen: Schon Ende 2022 wurde die teilweise Inbetriebnahme des unterirdischen Bahnhofs auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die jüngste Verzögerung geht auf unerwartete Herausforderungen bei der Digitalisierung des Netzes zurück – eine Aufgabe, die sich als weitaus komplexer erwiesen hat als angenommen. Auch die Kosten sind von ursprünglich geschätzten 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf etwa 11,3 Milliarden Euro explodiert, eine Last, die die Deutsche Bahn nun allein tragen muss.

Özdemir verlangt von dem Bahnkonzern konkrete Antworten und eine verbindliche Zusage zur Fertigstellung des Projekts. Er betonte, dass die vollständige Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens oberste Priorität behalten müsse. Beim Ausbau der Strecke Stuttgart–Ulm, zu dem sowohl Stuttgart 21 als auch die Hochgeschwindigkeitsstrecke Wendlingen–Ulm gehören, ist bereits 2022 ein Abschnitt in Betrieb gegangen.

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Sollte sich die Verzögerung bis Ende 2031 bestätigen, wäre dies ein weiterer schwerer Rückschlag für Stuttgart 21. Die steigenden Kosten und technischen Hürden stellen die Deutsche Bahn weiterhin vor enorme Herausforderungen. Özdemirs Forderung nach Transparenz spiegelt die wachsende Verärgerung über die anhaltenden Beeinträchtigungen für Fahrgäste und die Region wider.

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