US-Episkopalkirche stärkt ökumenische Brücken nach Deutschland und Europa
Liesbeth KuhlUS-Episkopalkirche stärkt ökumenische Brücken nach Deutschland und Europa
Die Reverend Kirsten Guidero, Beauftragte der Episkopalkirche der USA für ökumenische und interreligiöse Beziehungen, traf kürzlich im Ökumenischen Zentrum in Frankfurt am Main mit ökumenischen Führungskräften zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Kirchen in Deutschland und darüber hinaus. Guidero informierte sich zudem über die Ressourcen des Rates für lokale Gemeinden und ökumenische Projekte.
Während des Treffens betonte Guidero die gemeinsamen Herausforderungen, vor denen Kirchen in ganz Europa und weltweit stehen. Sie bekräftigte ihre Unterstützung für die Charta Oecumenica, ein Dokument, das auf eine größere Einheit unter den europäischen Kirchen abzielt.
Die Dialoge umfassten auch die Rolle der Episkopalkirche bei der Förderung ökumenischer Partnerschaften in Deutschland. Verena Hammes, Geschäftsführerin des Ökumenischen Rates der Kirchen in Deutschland (ACK), begrüßte den internationalen Austausch. Besonders interessiert zeigte sie sich an der Arbeit des National Council of Churches in den USA.
Der Ökumenische Rat der Kirchen in Deutschland vertritt 25 Konfessionen und setzt sich für gemeinsames Zeugnis, Gerechtigkeit sowie für verfolgte Christen weltweit ein. Die Episkopalkirche der USA ihrerseits bereitet sich auf eine Abstimmung im Jahr 2027 über die volle Kirchengemeinschaft mit der Methodistischen Kirche vor. Derzeit besteht volle Kirchengemeinschaft mit acht anderen Kirchen.
Das Treffen unterstrich die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei der Bewältigung gemeinsamer kirchlicher Herausforderungen. Die wachsenden ökumenischen Verbindungen der Episkopalkirche – einschließlich der möglichen vollen Kirchengemeinschaft mit der Methodistischen Kirche – spiegeln die anhaltenden Bemühungen um eine Vertiefung der christlichen Einheit wider. Der Einsatz des Rates für Gerechtigkeit und Fürsprache bleibt ein zentraler Schwerpunkt seiner Arbeit.
