Warum Homosexualität im Männerfußball noch immer ein Tabuthema bleibt
Malte KrauseWarum Homosexualität im Männerfußball noch immer ein Tabuthema bleibt
Homosexualität im Männer-Profifußball bleibt ein Tabu – trotz wachsender Forderungen nach Veränderung
Fangruppen und prominente Persönlichkeiten wie Uli Hoeneß setzen sich nun für mehr Offenheit ein. Ihre Äußerungen folgen auf das jüngste Coming-out von Christian Dobrick, U19-Trainer beim FC St. Pauli, der sich als schwul geoutet hat.
Uli Hoeneß, ehemaliger Präsident des FC Bayern München, hat sich offen zu dem Thema geäußert. Ein schwuler Trainer beim FC Bayern hätte bei ihm keinerlei Probleme, betonte er. Seine Worte unterstreichen den eklatanten Unterschied zwischen dem Männer- und dem Frauenfußball, wo sexuelle Orientierung längst selbstverständlich akzeptiert wird.
Hoeneß kritisierte den Männer-Profifußball dafür, schwule Spieler wie "Außerirdische" zu behandeln. Seine Aussagen kommen zu einer Zeit, in der sich in den ersten drei deutschen Ligen kein aktiver Profi öffentlich geoutet hat. Gleichzeitig fordern Fansprecher eine inklusivere Atmosphäre im Fußball.
Die jüngste Bekanntmachung von Christian Dobrick, U19-Trainer beim FC St. Pauli, hat die Debatte neu belebt. Sein Coming-out ist ein seltener Schritt in einer Sportart, in der Offenheit über die eigene Sexualität nach wie vor die Ausnahme ist.
Die Diskussion über Homosexualität im Fußball gewinnt an Fahrt. Hoeneß' Unterstützung und Dobricks öffentliches Outing deuten auf einen möglichen Wandel hin. Doch das Fehlen geouteter Profispieler in den deutschen Top-Ligen zeigt, wie weit der Fußball noch ist.






