08 May 2026, 12:10

Wiesbaden fördert mutige Kunstprojekte mit neuen Stipendien für lokale Künstler:innen

Schwarz-weißes Foto einer Bühne von den 1902 Wiesbadener Festspielen mit Darstellern in traditioneller deutscher Tracht, bunten Bühnendekorationen und einem applaudierenden Publikum im Hintergrund.

Wiesbaden fördert mutige Kunstprojekte mit neuen Stipendien für lokale Künstler:innen

Wiesbaden erweitert Förderung für darstellende Künste mit Stipendien für lokale Künstler:innen

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Landeshauptstadt Wiesbaden stärkt ihr Engagement für die darstellenden Künste und vergibt mehrere Arbeitsstipendien an Schöpfer:innen aus der Region. Die Förderung soll Forschung, berufliche Weiterentwicklung und frühe künstlerische Projekte in den Bereichen Theater, Tanz und multimediale Performances vorantreiben.

Eine fünfköpfige Jury wählte die Geförderten aus, deren Arbeiten sich mit Themen von transgenerationalem Trauma bis hin zur Kritik patriarchaler Strukturen auseinandersetzen. Mit der Initiative will die Stadt mutige Experimente in der Kunstszene anregen.

Zu den geförderten Projekten gehört Herland, eine Bühnenadaption des feministischen Romans von Charlotte P. Gilman, entwickelt von Elena Packhäuser. Die Inszenierung neu interpretiert die Geschichte einer rein weiblichen Gesellschaft und verbindet zeitgenössische Fragestellungen mit dem Originaltext.

Matthew Tusa nutzt sein Stipendium für Dance Research: Warum hält sich das Patriarchat?, eine tanzbasierte Auseinandersetzung mit den Persistenzen patriarchaler Systeme. Das Stück untersucht Machtverhältnisse durch Choreografie und Performance.

Nora Koschel-Gelecker und Christiane Stahl arbeiten gemeinsam mit Jugendlichen an SpielRaum: Interaktives Theater für junge Menschen. Das Projekt sprengt traditionelle Theatergrenzen, indem es Heranwachsende direkt in den kreativen Prozess einbindet.

Lena Kunz’ diving trips (((((((( der echos & geister (((((((((((( erforscht transgenerationales Trauma durch Bewegung und Text. Die forschungsbasierte Arbeit untersucht, wie historische Wunden über Generationen hinweg wieder auftauchen.

Katharina Heißenhubers Musikalische Hybride verbindet Gesangstechniken mit genreübergreifendem Songwriting und lotet die Grenzen zeitgenössischer Musik aus. Das Projekt experimentiert mit der Verschmelzung klassischer Methoden und moderner Komposition.

Moritz Buchs Nationalismus Reloaded – 20 Jahre nach dem „Sommermärchen“ ist eine multimediale Performance, die Nationalismus in Deutschland beleuchtet. Die Arbeit reflektiert gesellschaftliche Veränderungen seit der WM 2006 und bedient sich dabei Film, Sound und Live-Action.

Ann Kathrin Pfahlers Von Astronaut:innen und Tiefseetaucher:innen // UFO ist ein Theaterstück in Entwicklung, das sich mit Isolation und Entdeckung beschäftigt. Die Inszenierung vereint narrative und visuelle Erzählstränge zu einem immersiven Erlebnis.

Die Stipendien bieten Künstler:innen finanzielle Unterstützung, um ihre Konzepte zu verfeinern und neue Werke zu präsentieren. Wiesbadens Investition unterstreicht das Bekenntnis der Stadt zur Förderung innovativer darstellender Künste.

Die Geförderten werden nun mit Forschung, Proben und öffentlichen Präsentationen beginnen und so die lebendige Kulturlandschaft der Stadt weiter bereichern.

Quelle