30 April 2026, 08:12

Wiesbaden handelt: Erste Umfrage zeigt Sicherheitslücken für LGBTQ+-Personen auf

Eine Frau in einem weißen Hemd steht entschlossen vor einer Wand und hält ein Schild hoch, auf dem in fetter schwarzer Schrift 'LGBTQ+ Lives Matter' steht.

Wiesbaden handelt: Erste Umfrage zeigt Sicherheitslücken für LGBTQ+-Personen auf

Wiesbaden veröffentlicht Ergebnisse der ersten Umfrage zu den Erfahrungen von LGBTQ+-Bürger:innen

Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat die Ergebnisse ihrer ersten repräsentativen Befragung zu den Lebensrealitäten von LGBTQ+-Personen vorgelegt. Über 200 Teilnehmende schilderten ihre Sorgen und wiesen dabei sowohl auf Sicherheitsdefizite als auch auf den dringenden Bedarf an besserer Unterstützung hin. Die Erkenntnisse haben bei lokalen Behörden und der Polizei bereits konkrete Maßnahmen ausgelöst.

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Die Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Befragten fühlt sich in öffentlichen Räumen bei Tageslicht sicher. Doch mit Einbruch der Dunkelheit sinkt das Sicherheitsgefühl deutlich. Viele berichteten von verbalen Beleidigungen, Drohungen, körperlicher Gewalt und sexueller Belästigung. Besonders betroffen sind demnach Teile der Innenstadt, das Westend, der Vorplatz des Hauptbahnhofs sowie Bushaltestellen.

Trotz dieser Vorfälle erstatten nur wenige Betroffene Anzeige. Als Hauptgründe für die geringe Anzeigenbereitschaft wurden Unsicherheit über das Meldeverfahren und mangelndes Vertrauen in die Behörden genannt. Als Reaktion darauf will die Stadt spezielle Ansprechpersonen benennen, die Opfer von LGBTQ+-feindlicher Hasskriminalität unterstützen sollen.

Bürgermeisterin Christiane Hinninger nahm die Umfrageergebnisse zur Kenntnis und kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken. Zudem sollen gezielte Kampagnen über bestehende Hilfsangebote informieren. Parallel dazu hat das Polizeipräsidium Westhessen zugesagt, härter gegen Hassverbrechen vorzugehen und das Vertrauen in der LGBTQ+-Community wiederherzustellen.

Die Erhebung markiert einen wichtigen Schritt, um die Herausforderungen von LGBTQ+-Personen in Wiesbaden anzugehen. Mit der Einführung von Ansprechpersonen und Aufklärungskampagnen werden nun erste Maßnahmen umgesetzt. Polizei und Stadtverwaltung betonten übereinstimmend ihren Willen, Hasskriminalität einzudämmen und die Unterstützung für Betroffene zu verbessern.

Quelle