Wiesbaden setzt orangefarbenes Zeichen gegen Gewalt an Frauen
Zonta Women’s Club Wiesbaden markierte den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen
Am 25. November beteiligte sich der Zonta Women’s Club Wiesbaden an den Aktivitäten zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Die Veranstaltung fand in der Fußgängerzone der Stadt statt, wo die Organisatorinnen mit Aufklärungsarbeit und der Verteilung von Informationsmaterial auf das Thema aufmerksam machten. In diesem Jahr gab es eine auffällige Veränderung: Die sonst farbenfrohe Beleuchtung des Rathauses blieb aus Energiespargründen ausgeschaltet.
Die Clubmitglieder verteilten Anstecknadeln mit dem Slogan „Zonta sagt Nein“ und warben für die bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (116 016). Saskia Veit-Prang und Carolin Rauscher vom Stadtfrauenbüro unterstützten die Aktion und gaben orangefarbene Luftballons sowie Informationsbroschüren aus. Ein Infostand bot zudem Materialien verschiedener Initiativen aus der Arbeitsgemeinschaft Prävention an.
Der Zonta Women’s Club beteiligt sich jährlich an der UN-Kampagne Orange the World, die sich weltweit gegen Gewalt an Frauen einsetzt. Statistiken zeigen, dass jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt. Lokale Projekte wie die „Bring-mich-heim“-Hotline oder die Kampagne „Luisa ist hier“ bieten Betroffenen Unterstützung, Beratung und präventive Hilfsangebote.
Auch für junge Menschen gibt es Räume, um sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Gruppen wie die „Feministischen Fritten“ schaffen sichere Orte, an denen Mädchen Erfahrungen austauschen und Ideen entwickeln können.
Die Veranstaltung in Wiesbaden unterstrich die anhaltenden Bemühungen, Gewalt vorzubeugen und Betroffene zu unterstützen. Durch die Zusammenarbeit mehrerer Organisationen wurde der Zugang zu Hilfetelefonen und lokalen Angeboten gestärkt. Der Tag erinnerte daran, welche Ressourcen Menschen zur Verfügung stehen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind.






