Wiesbaden wächst: Rekordzahlen bei Bevölkerung, Jobs und Tourismus 2023
Carolina SchleichWiesbaden wächst: Rekordzahlen bei Bevölkerung, Jobs und Tourismus 2023
Wiesbaden hat sein Statistisches Jahrbuch 2023 veröffentlicht und liefert damit zentrale Einblicke in das Wachstum und die Entwicklung der Stadt. Der Bericht präsentiert Rekordzahlen in den Bereichen Beschäftigung, Tourismus und Bevölkerungsentwicklung sowie detaillierte Daten zu Wohnraum, Bildung und städtischem Raum.
Die Einwohnerzahl Wiesbadens stieg 2023 auf 298.408 – ein Plus von netto 2.892 Einwohnern. Darunter befanden sich 535 Neuankömmlinge aus der Ukraine. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren machten 51.400 aus, während mehr als 20 Prozent der Bevölkerung 65 Jahre oder älter waren.
Auch bei der Beschäftigung verzeichnete die Stadt einen neuen Höchststand: 149.437 Menschen waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Allein im Gesundheits- und Sozialwesen arbeiteten über 20.000 Beschäftigte. Gleichzeitig florierte der Tourismus – die Beherbergungsbetriebe verzeichneten 1.337.702 Übernachtungen und übertrumpften damit sogar den Vorkrisen-Rekord aus dem Jahr 2019.
Das städtische Gebiet umfasst über 20.000 Hektar, darunter 5.390 Hektar Wald und 980 Hektar Parks und Grünflächen. Die Wohnraumdaten zeigen, dass 64 Prozent der Wohnungen Ein- oder Zweifamilienhäuser sind, mit einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 84 Quadratmetern. Im Bildungsbereich besuchten im Schuljahr 2023/24 insgesamt 33.118 Schülerinnen und Schüler eine der 78 allgemeinbildenden Schulen.
Das 255 Seiten starke Jahrbuch steht online zur Verfügung und ermöglicht Nutzern den Download einzelner Kapitel oder des gesamten Dokuments sowie von Excel-Dateien für vertiefte Analysen. Für die Zukunft plant Wiesbaden den Start einer Open-Data-Plattform, um Transparenz zu erhöhen und die Bürgerbeteiligung zu fördern.
Das Statistische Jahrbuch 2023 bietet eine präzise Momentaufnahme von Wiesbadens Fortschritt – von steigender Beschäftigung über wachsenden Tourismus bis hin zu sich wandelnden demografischen Strukturen. Die geplante Open-Data-Plattform wird den Zugang zu diesen Informationen weiter ausbauen und so zukünftige Planungen sowie das bürgerschaftliche Engagement unterstützen.