Wiesbadener Kommunalwahl: CDU siegt bei historisch niedriger Beteiligung
Liesbeth KuhlWiesbadener Kommunalwahl: CDU siegt bei historisch niedriger Beteiligung
Kommunalwahlen in Wiesbaden: Wahlbeteiligung unter 50 Prozent
Bei den Kommunalwahlen in Wiesbaden ging weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten an die Urnen. Bei 207.874 registrierten Wählerinnen und Wählern gaben nur 99.964 ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 48,09 Prozent entspricht. Von den abgegebenen Stimmen wurden 3.380 als ungültig gewertet, sodass landesweit 7.550.084 gültige Stimmen ausgezählt wurden.
Die CDU ging als stärkste Kraft hervor und erhielt 1.997.559 Stimmen (26,5 Prozent), was ihr 21 Sitze einbrachte. Die SPD folgte mit 1.684.045 Stimmen (22,3 Prozent) und 18 Sitzen. Die Grünen erreichten 1.149.630 Stimmen (15,2 Prozent) und stellen künftig 12 Vertreter im Rat.
Die rechtspopulistische AfD kam auf 900.643 Stimmen (11,9 Prozent) und zieht mit 10 Sitzen ein. Die Linke erhielt 586.762 Stimmen (7,8 Prozent) und 6 Sitze, die FDP 380.436 Stimmen (5,0 Prozent) und 4 Sitze. Die Partei Volt sicherte sich mit 335.644 Stimmen (4,4 Prozent) ebenfalls 4 Mandate.
Auch kleinere Parteien konnten punkten: Die PARTEI zog mit 40.981 Stimmen (0,5 Prozent) ebenso wie Pro Auto (99.608 Stimmen, 1,3 Prozent), die BSW (112.674 Stimmen, 1,5 Prozent), die Partei für Gerechtigkeit (51.210 Stimmen, 0,7 Prozent) und die Freien Wähler (54.455 Stimmen, 0,7 Prozent) jeweils mit einem Sitz in den Rat ein. Die Freie Wählergemeinschaft (24.261 Stimmen, 0,3 Prozent) und die Piraten (3.710 Stimmen, 0,1 Prozent) verfehlten hingegen den Einzug.
Im Wahlbezirk Wiesbaden-Nordost gab es Unregelmäßigkeiten, weshalb die Behörden eine Wiederholungswahl empfohlen haben, um die Rechtmäßigkeit des Ergebnisses zu gewährleisten.
Die Ergebnisse bestätigen die führende Position der CDU, während SPD und Grüne weiterhin starken Einfluss behalten. Der Zugewinn der AfD unterstreicht ihre wachsende Präsenz, kleinere Parteien konnten sich nur begrenzt durchsetzen. Die empfohlene Neuwahl in Wiesbaden-Nordost könnte die politische Landschaft noch einmal verändern.






