Wiesbadens Wohnungsmarkt wächst seit 20 Jahren – doch die Bautätigkeit stockt
Carolina SchleichWiesbadens Wohnungsmarkt wächst seit 20 Jahren – doch die Bautätigkeit stockt
Wiesbadens Wohnungsmarkt verzeichnet seit zwei Jahrzehnten stetiges Wachstum – seit dem Jahr 2000 sind über 10.000 neue Wohnungen hinzugekommen. Aktuelle Zahlen zeigen eine Mischung aus Trends: von großzügigen Grundrissen bis hin zu einer verstärkten Nachfrage nach selbstgenutztem Wohneigentum. Dennoch bleibt die Bautätigkeit in manchen Jahren hinter den langfristigen Durchschnittswerten zurück.
Im Jahr 2020 genehmigte die Stadt Baugenehmigungen für 1.087 neue Wohnungen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Allerdings wurden 2019 nur 394 Wohnungen fertiggestellt, deutlich weniger als im jährlichen Durchschnitt üblich. Bis Ende desselben Jahres umfasste der gesamte Wohnungsbestand Wiesbadens 142.571 Wohnungen.
Neubauten in der Stadt fallen tendenziell großzügig aus: Die durchschnittliche Wohnung misst etwa 100 Quadratmeter. Jede vierte neu gebaute Wohnung verfügt über mehr als vier Zimmer, während jede fünfte entweder drei oder fünf Zimmer bietet. Ein-Zimmer-Apartments und Zweizimmerwohnungen sind demgegenüber deutlich seltener.
Für die Beheizung der Immobilien kommen vor allem Gas- oder Fernwärme zum Einsatz. Auffällig sind auch die Eigentumsverhältnisse: 43 Prozent der Neubauten werden von den Bewohnern selbst gekauft statt vermietet. Zudem entfallen zwei Drittel aller Neubauten auf Mehrfamilienhäuser – ein Zeichen für den Fokus auf verdichtetes Wohnen.
Wiesbadens Wohnungsmarkt expandiert weiter, mit einer klaren Präferenz für größere, eigengenutzte Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Zwar stiegen die Genehmigungszahlen 2020 an, doch die tatsächlichen Fertigstellungen 2019 blieben hinter den Erwartungen zurück. Der Wohnungsbestand der Stadt umfasst mittlerweile über 142.000 Wohnungen – geprägt von zwei Jahrzehnten schrittweisen Wachstums.






